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Freitag, 19. Mai 2017

Winterbilanz 16/17

Blick aus meinem Büro auf die Gstaader Promenade, 19.5.2017, 11.00 h

Das schöne Frühlingswetter macht heute für einmal Pause. Ideal, um nochmals kurz auf die vergangene Wintersaison 16/17 einzugehen.

Erneut liegt die gesamte Destination Stand Ende April 2017 hinter dem Vorjahr. Von November – April verliert die Destination rund 0.6 Prozent an Logiernächten in der Hotellerie. Der schleichende Rückgang setzt sich also fort. Wir hatten nun das dritte Jahr in Folge, wo ein sehr schwacher Winterstart (klimatisch in Bezug auf den ausbleibenden Schneefall) das Buchungsverhalten unserer Gäste massiv beeinflusst hat. Fehlen dann im Januar und Februar auch noch die sonnigen und schneereichen Wochenenden lässt sich ein schwacher Winterstart kaum mehr kompensieren. Dies gilt sowohl für das Bergbahngeschäft, als auch für die Hotellerie. Letztere ist aber im Falle des Saanenlandes weniger direkt davon betroffen. Zahlreiche Gäste des Saanenlandes erfreuen sich an diversen Alternativen zum klassischen Skisport. So waren im vergangenen Winter erneut das Langlaufen und das Winterwandern hoch im Kurs. Eine echte Nische bietet sich mit dem Fatbiken. Diese trendige Sportart konnte im letzten Winter erneut medienwirksam in Szene gesetzt werden. Natürlich auch dank unserem Aushängeschild, dem Snowbike Festival Gstaad.

Nov 16 – Apr 17, Logiernächte Hotellerie kumuliert

Erstmals seit mehreren Jahren mussten auch unsere östlichen Nachbarn im Tirol feststellen, dass die Nachfrage nach Wintersportferien nicht endlos ist
. Es fällt zudem auf, dass erstmals seit einigen Jahren der Zustrom von Gästen aus der Schweiz markant abgenommen hat. Dieses Resultat dürfte einigen Touristikern Sorgenfalten in deren Gesichter zeichnen. Es bestätigt sich, dass das Modell des klassischen Wintersport-Tourismus gründlich analysiert werden muss, um den aktuellen und künftigen Bedürfnissen unserer Gäste besser entsprechen zu können. Am Ende des Tages sind die Herausforderungen für den gesamten Alpenbogen die gleichen, Landesgrenzen hin oder her.

Trotzdem können auch positive Schlüsse aus dem vergangenen Winter gezogen werden. Aufgrund des Februar-Benchmark lässt sich feststellen, dass wir – sofern Angebot und Bedingungen stimmen – durchaus noch zulegen können. Der absolute Februar-Überflieger ist Saas Fee mit einer Zunahme von rund 26 %. Ein fantastischer Wert, welcher sich im Übrigen durch den ganzen Winter hindurch gezogen hat. Herzliche Gratulation von meiner Seite zu diesem herausragenden Resultat!

Benchmark nach politischen Gemeinden, Februar 2017 vs. Vorjahr
Quelle: Bundesamt für Statistik sowie TTR

Nun freuen wir uns aber auf die bevorstehende Sommersaison 2017. Diese wird – logiernächtemässig – sehr gut ausfallen. Davon bin ich überzeugt. Die Prognosen dafür stehen nämlich gut. Kommt hinzu, dass die Destination wiederum mit hervorragenden Events (Beach, Menuhin, Tennis Ladies, Tennis Men, Polo, Countrynight) aufwarten kann. Aber auch neue Events, wie bspw. das Zelt, sorgen dafür, dass unsere Gäste im Saanenland voll auf ihre Kosten kommen. Das kumulierte Minus von 0.6 % Stand Ende April 17 könnte sich daher schon bald in ein Plus verwandeln. Will ich doch mein letztes Geschäftsjahr als MrGstaad mit einem positiven Ergebnis abschliessen.

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