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Freitag, 17. März 2017

Gstaad Saanenland Tourismus (GST) - Rollen für die Zukunft

In meinem letzten Blog über die GST-Hauptversammlung habe ich es angetönt. Ich werde noch im März über die künftige Ausrichtung von Gstaad Saanenland Tourismus informieren. Dies tue ich nun mit grosser Freude. Nachdem der GST Vorstand in den vergangenen Monaten ein entsprechendes Konzept entwickelt und verabschiedet hat, haben mein Präsident und ich die letzten Wochen genutzt, um dieses unseren relevanten Anspruchsgruppen zu erläutern. Wir waren bei den vier politischen Gemeinden (Saanen, Lauenen, Gsteig und Zweisimmen) der Destination, beim Gewerbeverein Saanenland, beim Hotelierverein Gstaad Saanenland sowie bei sämtlichen Hauptversammlungen unserer Dorforganisationen.

Nicht alles neu - aber geschärft

Mit der Entwicklung der neuen touristischen Destinationsstrategie sowie der Gründung der Gstaad Marketing GmbH hat GST im vergangenen Jahr zwei wegweisende Grundsteine für eine erfolgreiche touristische Zukunft in der Destination gelegt. Am Ziel ist GST damit noch bei weitem nicht. Die Herausforderungen für alpine Regionen werden nicht kleiner. GST möchte einen nachhaltigen Beitrag leisten, damit diese Herausforderungen gemeinsam mit allen Partnern proaktiv angegangen werden können.

GST wird weiterhin der touristische System-Koordinator in der Destination bleiben und trägt nach wie vor massgebend die Verantwortung über das Destinationsmarketing. Letzteres wurde zur besseren Aufgabenerfüllung in die neue Gstaad Marketing GmbH ausgelagert. Im Rahmen der neuen touristischen Destinationsstrategie, der Statuten vom GST und der Führungsrolle des GST-Direktors innerhalb der Gstaad Marketing GmbH wird GST den nötigen Einfluss wahrnehmen können, um ein strategiekonformes Destinationsmarketing auszuüben.

Als System-Koordinator ist es von zentraler Bedeutung, dass ein lokales, regionales, kantonales, nationales und internationales Netzwerk gepflegt wird, weit über den Tourismus hinaus. Es kann so eine Sensibilisierung gegen Innen und gegen Aussen realisiert werden. Zudem ergeben sich aus einer proaktiven Netzwerkpflege bekanntlich immer wieder Initiativen und Projekte, welche für die Erreichung der Destinationsziele ein grosses Potential mitbringen.

Zusätzlich beabsichtigt GST sich in bestehenden Geschäftsfeldern weiterzuentwickeln und seine Leistungen zu verbessern resp. auszubauen. Es ist geplant, die Infrastrukturbereiche (Werkgruppen, Tennisplätze, Camping, Sportzentrum, etc.) innerhalb der Destination effizienter zu koordinieren und teilweise auch selber auszuführen. Zudem will man klassische Management-Services (Admin, Finanzen, HR und IT) Aufgaben mit wichtigen Anspruchsgruppen und Partnern zusammenlegen und möglicherweise auch ausserhalb der Destination kompetent und professionell diese Leistungen anbieten.

Mit einer sog. Incoming-Agentur (das Reisebüro vor Ort für den Ort) soll der Guest-Relationsbereich klar aufgewertet und kommerzialisiert werden. Dies auch mit klaren Vorteilen für den Gast. Das Prinzip „one stop shop“ soll für den Gast wesentliche Erleichterungen und professionellere Betreuung im Gestalten seines Aufenthaltes bieten. Künftig sollen sich unsere Gäste sämtliche touristischen Produkte und Angebote nicht nur von uns empfehlen lassen, sondern bei uns auch direkt buchen und bezahlen lassen. Natürlich ist dies bei einigen Produkten (bspw. Ticketing) schon heute möglich, aber dieser Shop-Service ist stark ausbaufähig und entspricht einem klaren Gästebedürfnis.

Zu guter Letzt hat GST festgestellt, dass der Bereich „Standortförderung“ in der Destination ein grosses Potential hat. Hier könnte GST in Absprache mit den politischen Gemeinden - gestützt auf entsprechende Vereinbarungen - eine neue, wichtige Rolle einnehmen. Selbstverständlich sollen die Gemeinden in diesem Thema weiterhin den Lead haben. Dies ist absolut zwingend. GST kann hier aber aufgrund seinem Know-How und seinen Erfahrungen ein zentraler Dienstleister im Auftrag der Gemeinden sein. In den nächsten Monaten sollen hierzu weiterführende Gespräche mit den Gemeinden, der Bergregion sowie dem Kanton Bern stattfinden, um einerseits den konkreten Nutzen für die Destination zu evaluieren und andererseits daraus konkrete Leistungsaufträge für GST abzuleiten.

Diese Rollenschärfung stösst einen Veränderungsprozess an, welcher nicht von heute auf morgen passiert. Wir gehen von einem Zeitraum von 3 – 5 Jahren aus, bis diese Rollen im Räderwerk der Destination einwandfrei und erfolgreich drehen. Für weitere Blog-Beiträge zu dieser Thematik ist also gesorgt.

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