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Freitag, 31. März 2017

GCC Workshop


Anfangs dieser Woche fand in der Destination Gstaad der sog. GCC Workshop statt. GCC steht für Gulf Cooperation Council und umfasst die Staaten Saudi Arabien, Kuwait, Oman, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Als Sammelbezeichnung für alle im Golfkooperationsrat vertretenen Staaten wird die Bezeichnung GCC-Staaten verwendet.

Jedes Jahr organisiert Schweiz Tourismus zusammen mit einer Destination diese B2B-Veranstaltung, welche sich zu 100% auf die Bedürfnisse der GCC-Staaten ausrichtet. Die Teilnehmer lernen einerseits die gastgebende Destination kennen und andererseits tauscht man sich in sog. Workshops und Verkaufsgesprächen über die Bedürfnisse der Gäste und über die Vorzüge der teilnehmenden Destinationen und Leistungsträger aus. Das Ganze wird selbstverständlich mit einem dem Anlass gebührenden Rahmenprogramm versehen.

Damit man als Destination die Veranstaltung durchführen kann, muss man ein Dossier einreichen, welches von den kritischen Spezialisten bei ST unter die Lupe genommen wird. Nur wer wirklich in der Lage ist, die hochkarätigen Reisefachleute (Reiseagenten und Schweizer Destinationsvertreter) zu beherbergen und ihnen ein Top-Programm zu bieten, bekommt den Zuschlag. Gstaad hat in diesem Jahr erstmals den Zuschlag erhalten und sich unter der GST-Federführung von Claudia Tschudin und Andreas Zoppas mächtig für unsere nationalen und internationalen Gäste ins Zeug gelegt.

Der Chüjermutz traditionell, das Alphorn aus Carbon, Andreas Zoppas in Aktion

Als Destination ist Gstaad – mit Ausnahme von einzelnen Leistungsträgern – erst seit 2012 aktiv im GCC-Markt vertreten. Durch die damalige Zusatzfinanzierung „Marketing-Push“ war es erst möglich, dass sich GST in die Bearbeitung der sog. Fernmärkte begab. Nach einer gründlichen Analyse und Abstimmung mit den verschiedenen Partnern (u.a. dem Hotelierverein Gstaad Saanenland und explizit auch den Fünfsterne-Hotels in der Destination) entschied man sich damals für die Bearbeitung der folgenden Fernmärkte: China, Südostasien, Indien, Brasilien und eben die besagten GCC-Staaten. Brasilien wurde später dann durch Nordamerika ersetzt, während man am Kurs ansonsten grundsätzlich festhielt. Über die generelle Entwicklung der Fernmärkte habe ich hier an dieser Stelle bereits berichtet. Interessant wird es, wenn wir nun die Golfstaaten explizit ausweisen. Über die letzten fünf Jahre war dies nämlich der für uns mit Abstand am erfolgreichsten wachsende Markt und dies notabene in allen Hotelkategorien.

Entwicklung der Fernmärkte in den letzten fünf Jahren

Aus diesem Grund ist es für uns unabdingbar, an der Strategie hinsichtlich der Bearbeitung dieses Zielmarktes festzuhalten. Bringt doch der Gast aus diesem Markt, ob verhüllt oder unverhüllt, eine überdurchschnittliche Wertschöpfung im Vergleich mit Gästen aus anderen Fernmärkten. Es gibt Stimmen in der Destination, welche sich ausdrücklich nur um unsere einheimischen Gäste bemühen möchten. Mit einem Anteil von über 60 % ist der Schweizer Markt mit Abstand der wichtigste Markt für uns und wir setzen demnach auch am meisten Mittel für die Marktbearbeitung ein. Trotzdem bin ich der festen Überzeugung, dass die Konzentration der Kräfte auf nur einen Markt der falsche Ansatz ist. Mit einem geschickten Mix von Diversifikation kann man in der Regel einen Teil der zyklischen Schwankungen, von welchen jeder Markt früher oder später betroffen ist, sehr gut kompensieren.

Die Teilnehmenden hatten sichtlich Spass

Natürlich werden wir den diesjährigen GCC-Workshop gründlich auswerten. Erste Feedbacks, sowohl von Schweiz Tourismus, als auch von den Teilnehmenden, fielen durchs Band hinweg sehr positiv aus. Insbesondere unsere vier teilnehmenden Hotels (leider nur vier) ULTIMA, HUUS, Golfhotel und Arc-en-Ciel waren sehr zufrieden und versprechen sich viel von ihrem Investment. Hat man sich strategisch für die Bearbeitung eines Marktes entschieden, reicht die blosse Teilnahme an einem Anlass wie dem GCC-Workshop jedoch nicht. Gerade in diesen Ländern ist es zwingend, dass man regelmässig an Workshops, Messen, PR Roadshows und sog. Sales Calls teilnimmt. Es geht halt nichts über den persönlichen Kontakt und über das Netzwerk, welches man mit Geduld aufbauen muss, will man langfristig in einem Markt Erfolg haben.

Barbara Klossner alias Miss Helvetia zog die volle Aufmerksamkeit auf sich

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