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Montag, 31. Oktober 2016

Im Gespräch mit...


Heinz Brand, dem Verwaltungsratspräsidenten der Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG AG).

Ein Jahr ist er nun bereits im Amt. Turbulente, aber auch wegweisende Monate bezogen auf unsere Bergbahnlandschaft liegen hinter uns. Der Winter 2016/17 steht kurz vor der Tür, Zeit dem amtierenden Verwaltungsratspräsidenten der BDG AG ein paar Fragen zu stellen.

MrGstaad: Vor einem Jahr hast Du das Ruder als Verwaltungsratspräsident der BDG AG übernommen. Damals stand die Gesellschaft vor dem Abgrund, wie geht es ihr heute?

Heinz Brand: Wir stehen glücklicherweise nicht mehr vor dem Abgrund, es ist uns gelungen in letzter Minute mit viel Engagement und Unterstützung der Bevölkerung das Schlimmste abzuwenden. Wir können uns jetzt konzentrieren auf die grossen Kernprobleme unserer Gesellschaft, die aber nicht zu unterschätzen sind.

MrGstaad: Welches waren aus deiner Sicht die drei wichtigsten Massnahmen, welche zur Stabilisierung geführt haben und warum?

Heinz Brand: Ein neuer Geschäftsführer (CEO) in der Person von Matthias in Albon, gesündere Finanzen, durch das mehr Vertrauen und Flexibilität, zudem neue und flachere Betriebsstrukturen mit neuen und nicht vorbelasteten Mitarbeitern.

MrGstaad: Der nächste Winter steht bevor, hast Du Bauchweh? Oder mit anderen Worten; was darf man von der BDG AG erwarten? Wird der Gast etwas davon merken?

Heinz Brand: Bauchweh kenne ich nicht. Für mich ist es sehr wichtig, dass wir wieder einmal einen echten Winter erhalten, das löst schon einige unserer Probleme. Unser Gast kann sicherlich diesen Winter verschiedene Änderungen feststellen. Wie z.B Lückenschluss der Beschneiung „Chalberhöni – Rossfälli“, vermutlich besser eingeschneite Pisten, da die Kapazitäten erhöht wurden, eine neue Piste auf dem Hornberg, um einen Flaschenhals oberhalb der Station zu eliminieren und ganz speziell wurde das Outfit in vier unserer Berghäuser realisiert. Kommt es schauen, es lohnt sich!

Warme Sonnenstrahlen und eine Zigarette

MrGstaad: Wenn wir 10 Jahre in die Zukunft schauen, wo steht der alpine Tourismus generell, wo steht die Destination Gstaad Saanenland?

Heinz Brand: Dies ist sehr schwierig zu beantworten, kämpfen wir doch gegen den Klimawandel der ganz klar merkbar ist und uns sicher fordern wird. Daher glaube ich, dass es an der Zeit ist, sich nicht nur auf den Winter zu konzentrieren, sondern auch die anderen Jahreszeiten zu entwickeln. Wir haben grosse Chancen uns zu entwickeln, sind wir doch für die Gesundheit auf einer idealen Meereshöhe, wir müssen es nur nutzen. Folgen wir diesen Voraussetzungen und wissen es umzusetzen, gehören wir auch in Zukunft zu den beliebten Destinationen.

MrGstaad: Welche Rolle spielt dabei eine Bergbahngesellschaft, bzw. die BDG AG?

Heinz Brand: Die Bergbahnen Destination Gstaad ist sicher ein ganz wichtiger Player in diesem Spiel, aber nicht der einzige. Bei der BDG bin ich überzeugt, dass wir, wenn wir es schaffen werden nach der Sanierung die Restrukturierung durchzusetzen, weiter mit öffentlichen Geldern (nur mit einem Leistungsauftrag) rechnen dürfen. Wenn die Anlagen und Infrastrukturen den Gästebedürfnissen entsprechen, identifiziert sich der Bürger wieder mit „seinen“ Bahnen und ist stolz auf sie. Dann haben wir unsere Hausaufgaben gemacht.

Diesem Ziel sehe ich mit Herausforderung und Freude entgegen. Lernen wir zu schätzen was wir haben und entwickeln es und trauern nicht immer den Nachteilen und dem Unmöglichen nach. Wir dürfen gut sein und es auch dementsprechend ausstrahlen! Ich glaube in zehn Jahren werden wir so gut wie heute sein, und wenn wir bereit sind daran zu schaffen, vielleicht noch eine Spur besser. Wir müssen selber daran glauben!

MrGstaad: Lieber Heinz, man merkt, Du hast Dich mit Leib und Seele dem Saanenland und den Bergbahnen verschrieben. Ich danke Dir für dieses Gespräch und wünsche Dir und deinem Team für die Zukunft alles Gute!

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