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Mittwoch, 1. Juni 2016

„Unser Gstaad“ – eine Magazinbeilage macht Furore


Das Cover, alpine Echtheit

Als Tourismusdirektor ist man zumindest in der lokalen Gesellschaft sehr exponiert. In meinen nunmehr fünfeinhalb Jahren als Direktor von Gstaad Saanenland Tourismus gehört dies zum Tagesgeschäft. Diese Exponiertheit ist natürlich zuweilen auch von Kritik begleitet. Konstruktiv, destruktiv, differenziert oder undifferenziert. Alles ist dabei und es braucht einen gesunden, sportlichen Ehrgeiz, um positiv mit dieser Kritik umzugehen. In all den Jahren, wo ich nun schon für diese Top-Destination arbeiten darf, holte mich aber ein Kritikpunkt immer wieder ein.

Mal war es eine Hochglanz-Heftbeilage aus dem Südtirol, welche anonym per Post an mich gesendet wurde, mal war es ein Hotelier, der mich beinahe auf den Knien darum bat, nun endlich einmal so eine Magazinbeilage für Gstaad zu realisieren. Immer wieder kamen sie, die konstruktiven Anregungen und der Wunsch, in den qualitativ guten Print-Produkten der Schweiz mittels Magazinbeilage vertreten zu sein. Ich empfand diese Kritik bzw. Anregung stets als sehr konstruktiv, schielte dann aber immer wieder auf das Marketing-Budget von Gstaad Saanenland Tourismus und damit auf die anderen, zahlreichen Verpflichtungen, welche eine Tourismusorganisation hat. Man muss an dieser Stelle nämlich klar und deutlich festhalten, dass eine solche Magazinbeilage kostenmässig einen sehr grossen Brocken darstellt. Kostspielig ist vor allem die Distribution des Magazins. Die Produktion kostet lediglich ca. 15 % der Gesamtkosten. Deshalb erstaunt es nicht, dass eigentlich nur die grossen, regionalen Tourismusorganisationen wie „Graubünden Ferien“, „Valais Promotion“, „Tirol“ oder „Südtirol“ solche Projekte regelmässig umsetzen können.


Editorial, written by Tessa

Recht kann man es bekanntlich nie allen machen und so entschieden wir uns im letzten Jahr, gewisse Aktivitäten zu streichen und damit Mittel freizusetzen für das Projekt „Unser Gstaad“. Mit dem Hotelierverein Gstaad Saanenland fanden wir zudem einen loyalen und generösen Partner, welcher aktiv am Projekt mitarbeitete und zusätzliche Mittel sprach, damit aus einem Wunsch auch Realität werden konnte.

Bei „Unser Gstaad“ standen vor allem drei Ziele im Vordergrund:
  • Anstelle einer aktiven Nebensaisonbewerbung mittels einer spezifischen Kampagnen-Idee (Familien, Bike, Wandern, Genuss, etc.) sollte der Fokus auf Image und Gastfreundschaft gelegt werden

  • Hinsichtlich des Formats bzw. Inhalts der Magazinbeilage soll ein sehr hoher Qualitätsanspruch (werbefrei und voll redigiert) verfolgt werden

  • Die Distribution soll ab Mai 2016 erfolgen, mehrheitlich in Special Interest Medien (Bilanz, Geo, Vinum, Du, etc.). Damit wurden nicht die Massenmedien berücksichtigt (hohe Distributionskosten und hohe Streuverluste), sondern eine Nischenstrategie verfolgt


Storytelling vom Feinsten

Seit gut einem Monat trifft man es nun an, „Unser Gstaad“. Wir sind mächtig stolz auf das Produkt und die Resonanz, welche damit ausgelöst wurde. Sei es aus dem lokalen Umfeld, sei es von potentiellen Gästen oder sei es auch aus der Branche. Von überall her klopft man uns auf die Schultern. Einen Moment, den man liebend gerne konservieren möchte. Ein Moment aber auch, um Danke zu sagen. Dem Team, dem Hotelierverein Gstaad Saanenland, unserer Agentur Garbini Biedermann, unseren Protagonisten im Heft und schlussendlich auch unseren Lesern.

Das Resultat ist uns ein Ansporn, es beim nächsten Mal noch besser zu machen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Es gibt ein nächstes Mal. Wir werden den finanziellen „Hosenlupf“ wieder wagen. Vielleicht sogar mit weiteren Partnern, welche die Freude an qualitativ gutem und werbefreien Content mit uns teilen. Sie dürfen gespannt sein!

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