Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
Herzlichen Dank für Ihre Kommentare zu gelesenen Artikeln.


Mittwoch, 24. Februar 2016

Jeder Gast ein König und jeder König nur ein Gast

Mit diesem Zitat machte sich der Hotelpionier Ernst Scherz definitiv zur Legende. Zurzeit sind im Saanenland wieder zahlreiche Könige bzw. Gäste anwesend. Die Hochsaison im Februar ist in vollem Gange. Als MrGstaad hat man vor allem dann immer wieder die Gelegenheit, spannende Persönlichkeiten zu treffen, welche ihre Ruhe und Erholung in Gstaad suchen. In den letzten Tagen ist dies wieder passiert. MrGstaad erhielt eine Audienz bei einem Mitglied einer Königsfamilie. Ganz der Diskretion verpflichtet und wie es sich für Gstaad gehört, bleiben Name und Herkunft das Geheimnis von MrGstaad. Deshalb finden sich auf diesem Blog für einmal keine Fotos oder Videos.

Es war mir eine Ehre und Freude zugleich, seiner Hoheit ein paar Fragen zu Gstaad stellen zu dürfen. Ich fragte unter anderem, welcher Grund für eine Reise nach Gstaad ausschlaggebend war und welche Aktivität in den letzten Tagen am meisten Spass gemacht habe. Viele Freunde hätten immer wieder von Gstaad und seiner Magie erzählt, deshalb sei der Reiz gross gewesen, dies mal selber zu erleben und sich das Erzählte bestätigen zu lassen. Seine Hoheit fand in den letzten Tagen vor allem grossen Spass am Schlitteln und sei jeweils mit Top Speed auf den Schlittel Pisten gesichtet worden.

Seine Hoheit gilt als versierter Kenner der weltweiten Tourismusindustrie. Andere europäische oder nordamerikanische Bergdestinationen sind bestens bekannt. Um nur einige zu nennen; Courchevel, Aspen, St. Moritz oder Kitzbühel. Ich habe seine Hoheit auch gefragt, wo dann der grosse Unterschied zwischen Gstaad und den anderen Orten liege. Positiv überrascht hätte seine Hoheit die hervorragende Gastfreundschaft in Gstaad, gepaart mit einem unglaublichen Angebot an erstklassiger Hotellerie und Spitzengastronomie. Interessant seien auch die spannenden Gegensätze. Alp- und Landwirtschaft findet hier noch statt und zwar authentisch. Dieser Mix sei für einen Gast, welcher schon viel auf der Welt gesehen hat, einzigartig. Absolute Vorteile geniesst Gstaad auch in der Architektur. Die ganze Region wirkt harmonisch unaufgeregt. Die strikten Baureglemente lassen keine Experimente zu und dies sei für einen Tourismusort mit einer dermassen reichen Vergangenheit matchentscheidend.

Zusammen haben wir natürlich auch in die Zukunft geschaut und erörtert, welche Potentiale dann noch in Gstaad bzw. im Saanenland schlummern. Hier kam von seiner Hoheit ganz klar und deutlich zur Antwort, dass man unbedingt die Jugend nicht vergessen darf. Es fehlt an entsprechenden Angeboten (z.B. Nachtleben oder Produktgestaltung im sportlichen Bereich) und diese seien zwingend nötig, will man eine erlebnishungrige Klientel für die Zukunft sichern. Auch dürfte man sich durchaus zur Schärfung der Positionierung noch ein paar Gedanken machen. Ein Gemischtwarenladen verbraucht zu viele Ressourcen. Eine Destination müsse sich fokussieren, damit die vorhandenen Mittel besser und zielgerichteter eingesetzt werden. Gstaad hat eine glorreiche Vergangenheit und Gegenwart als Hot Spot der Elite dieser Welt. Dies müsse man unbedingt bewahren und für die Zukunft noch mehr ausbauen.

Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich für das offene Gespräch und freue mich, seine Hoheit bald wieder in Gstaad willkommen zu heissen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen


Herzlichen Dank für Ihre Kommentare zu gelesenen Artikeln!