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Montag, 16. November 2015

Ein erster Saison- bzw. Tourismusjahrrückblick

Rein gefühlsmässig blicke ich auf eine fantastische Sommersaison zurück und dies trotz starkem Schweizer Franken. Das Wetter spielte mehrheitlich mit, unsere Anlässe waren top und es hatte stets viele Gäste in der Destination. Dies machte sich mitunter bei unseren Schalterfrequenzen bemerkbar. Doch der Schein trügt. Die Umsätze sind bei uns (Direktreservationsumsatz GST) und bei den Leistungsträgern zurückgegangen und die Logiernächte-Statistik weist im sonst so starken Ferienmonat August einen deutlichen Rückgang auf. Allen voran Gäste aus Deutschland, BeNeLux, Frankreich und leider auch aus dem Heimmarkt Schweiz mieden unsere Destination vor allem in der zweiten Saisonhälfte. Die Schweiz war einfach viel zu teuer. Einzig Gäste aus Grossbritannien und aus den Wachstumsmärkten hielten dem Saanenland die Treue und sorgten dafür, dass der Absturz nicht zu stark ins Gewicht fiel. Zudem sorgte der goldene Herbst für einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Der goldene Herbst in unserem "erweiterten" Destinationsraum
Die Logiernächte-Zahlen für das gesamte Tourismusjahr 14/15 liegen inzwischen vor. Die Destination (inkl. Zweisimmen) liegt 1.2 % im Minus gegenüber dem Vorjahr. Am meisten ins Gewicht, wie bereits oben erwähnt, fallen Gästeabgänge aus unseren klassischen Herkunftsländern inkl. des Heimmarkts Schweiz. Zu den Gewinnern gehören Märkte wie UK, USA, Golfstaaten, China sowie Indien. Der Entscheid, vor vier Jahren in die neuen Märkte zu investieren, war richtig. Die kumulierten Gästezahlen aus den neuen Märkten können mittlerweile die Abgänge aus den klassischen europäischen Märkten wettmachen. Interessant ist, dass das diesjährige Tourismusjahr das Zweitbeste im 6-Jahres-Vergleich ist. Seit den Rekordjahren 06/07 und 07/08 immerhin noch das Fünfbeste Tourismusjahr.

Ein Mehrjahresvergleich
Weiter muss man anfügen, dass das Saanenland hinsichtlich den Übernachtungszahlen sehr stabil geblieben ist, während Zweisimmen deutliche Rückgänge zu verzeichnen hat. Dies ist aber auch auf eine verminderte Anzahl verfügbarer Hotelbetten zurückzuführen. Eine umfassendere Analyse folgt traditionsgemäss im Februar des nächsten Jahres, wenn wir unseren Geschäftsbericht veröffentlichen und für die Hauptversammlung einladen. Bis dahin freuen wir uns alle auf einen schneereichen Winterstart mit anhaltenden Schönwetterphasen und nicht zu warmen Temperaturen. Man darf ja noch wünschen. Weihnachten kommt schneller als man denkt.

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