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Mittwoch, 2. September 2015

Gstaad-Destinationsstrategie

Lange Zeit war es ruhig rund um das Denkfass von Gstaad 2020+. Dies heisst nicht, dass der Vorstand von Gstaad 2020+ in den letzten Monaten untätig geblieben wäre. Zudem haben sich einzelne Initiativen prächtig weiterentwickelt. Das Fondueland Gstaad erfreut sich grosser Beliebtheit und das Label „Gstaad Authentique“ wird langsam flügge.

Anfangs Jahr wurde mit sämtlichen Anspruchsgruppen Gespräche geführt. Man blickte einerseits auf die letzten drei Jahre zurück und andererseits diskutierte man auch über die Zukunft der Anspruchsgruppenvereinigung. Daraus resultierte, dass dem Denkfass ein ungemein hoher Wert beigemessen wurde. Der Fakt, dass man in diesem Gefäss völlig narrenfrei und unvoreingenommen über die Herausforderungen unserer Destination sprechen kann, sei eine echte Errungenschaft für das Saanenland. Dieses Feedback nahm der Vorstand von Gstaad 2020+ gerne mit für die Planung der künftigen Denkfässer.

Das Jahr 2015 steht ganz im Zeichen einer neuen Destinationsstrategie. Während der letzten drei Jahre, in denen die Probleme der Bergbahnen Destination Gstaad AG akut wurden, stieg das Verlangen nach einem klaren „roten Faden“ für die Entwicklung der Destination. Das vom GST 2010 eingeführte Leitbild genügte diesen Anforderungen nicht mehr. GST startete deshalb im Herbst 2013 mit einem Prozess unter dem Arbeitstitel „Gstaad Group“ und nahm alsbald die Gemeinde Saanen und die BDG AG sowie den Kanton Bern (beco) mit an Bord. Einfach gesagt soll mit der „Gstaad Group“ folgendes Ziel erreicht werden: Destinationsverdichtung gegen innen. Das heisst, dass sämtliche von der Gemeinde Saanen mitfinanzierten touristischen Institutionen wenn möglich noch stärker kooperieren sollen. Es soll ein touristisches Kompetenzzentrum geschaffen werden, welches Mittel bündelt, Mittel einspart und Mittel noch effizienter im Markt und beim Gast einsetzt. Am einfachsten ist die Notwendigkeit eines solchen Zentrums damit zu erklären, dass sowohl GST als auch die BDG AG immer noch getrennte Marketingbudgets und –abteilungen haben. Dies muss sich zwingend ändern. Die Destination muss künftig unter einer Marke, mit einer Strategie und wenn möglich mit einer Firma vermarktet werden. Ein wichtiges Projekt des Prozess „Gstaad Group“ ist denn auch die Schaffung einer gemeinsamen Marketing-Gesellschaft von GST und der BDG AG. Weitere Teilhaber sind dabei natürlich sehr willkommen.

Eine Vision - aber hoffentlich bald Wirklichkeit
So etwas geschieht natürlich nicht von heute auf morgen. Entscheidend dabei ist auch, dass man ein solches Vorhaben unter einer einheitlichen Destinationsstrategie umsetzt. Deshalb überrascht es nicht, dass ein weiteres Hauptprojekt des Prozesses „Gstaad Group“ die Entwicklung einer tragfähigen Strategie für unsere Destination ist. Damit wurde in diesem Frühjahr begonnen. In der Kernprojektgruppe macht der gesamte Vorstand von Gstaad 2020+ mit. Dies ist insofern richtig, als dass er sämtliche relevanten Anspruchsgruppen der Destination vertritt. Die Gruppe wird erweitert mit Gemeindemitgliedern aller vier politischen Gemeinden der Destination sowie mit Mitgliedern der BDG AG.

Nach einigen ersten Workshops in der Projektgruppe fand nun Ende August ein erstes Denkfass zum Thema „Destinationsstrategie“ statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, dass die Mitglieder von Gstaad 2020+ aus erster Hand über das Projekt „Gstaad Group“ informiert wurden und erste Resultate aus dem Projekt „Destinationsstrategie“ kritisch reflektiert werden konnten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wird die Projektgruppe zu einem ersten Vorschlag einer Destinationsstrategie weiterverarbeiten und –verdichten. In einem weiteren Denkfass im Spätherbst soll dann dieser Vorschlag die Feuertaufe überstehen. Danach werden letzte Anpassungen vorgenommen, mit dem Ziel, dass die Destination ihre Strategie aufs Jahresende hin feierlich verabschieden und danach mit der Umsetzung beginnen kann.

Der inhaltliche Fahrplan der Destinationsstrategie
Sie können sicher verstehen, dass ich inhaltlich noch nichts Konkreteres zur Destinationsstrategie sagen kann und darf. Ich kann Sie aber beruhigen: das Saanenland wird nicht um 180 Grad umgekrempelt (obwohl dies vielleicht in gewissen Bereichen nicht schaden würde). Vielmehr stärkt man die Stärken, überlässt die Schwächen den Gesetzen des Marktes und tut vor allem eines: Man fokussiert. Weniger ist oft mehr. In der Destination Gstaad Saanenland darf kein Wunschkonzert mehr herrschen, keine Verzettelung mehr grassieren. Denn künftig werden wir uns dies kaum noch leisten können.

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