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Mittwoch, 19. August 2015

Verschnaufpause

Der Sommer legt diese Woche eine kleine Verschnaufpause ein. Ein idealer Zeitpunkt für eine Sommerzwischenbilanz. Dafür blenden wir aber zuerst zurück in den Januar 2015. Die Schweizerische Nationalbank liess den Mindestkurs gegenüber dem Euro fallen und löste damit eine Hochkonjunktur bei den Tourismusprognostikern aus. Der Schweizer Tourismus war während Wochen dem Untergang geweiht. So schrieben es zumindest die Medien. Für den alpinen Raum rechnete man für die Sommersaison von Rückgängen von bis zu 17 %. Verzweifelt versuchte man die Glut der Hoffnung zu schüren. Synergiepotentiale nutzen, Kooperationen eingehen, fokussieren, Produkt- und Angebotsgestaltung oder aber auch Rabattitis waren die Schlagwörter der Stunde und sie sind es teilweise heute noch.

Die Schweiz muss man in vielen Angelegenheiten bzw. Themen differenziert betrachten. Dies gilt auch für das Thema Tourismus. Nicht jede Region bzw. Destination gehört diesen Sommer zu den Verlierern. Natürlich, einige Destinationen sind diesen Sommer regelrecht getaucht. Andere wiederum, allen voran die Städte, konnten gegenüber dem letzten Sommer sogar zulegen. Die Destination Gstaad Saanenland kann – wenn man lediglich die Logiernächteentwicklung anschaut – mit dem bisherigen Verlauf der Sommersaison (Mai – Ende Juli) zufrieden sein.

Mit zwei passablen Monaten Juni und Juli konnte der Logiernächterückstand aus der Wintersaison beinahe aufgeholt werden. Natürlich haben auch wir einen Rückgang aus dem Heimmarkt sowie aus den meisten europäischen Kernmärkten zu beklagen. Dieser konnte aber durch starke Zuwächse aus anderen Märkten – allen voran UK und Wachstumsmärkte – fast wieder kompensiert werden. Von November 2014 bis Ende Juli 2015 liegen wir somit mit 0.7 % zurück, verglichen mit der Vorjahresperiode. Betrachtet man rein nur den Sommer, so liegt die Destination von Mai bis Ende Juli 1.8 % über dem Vorjahr. Für die zweite Saisonhälfte muss allerdings aufgrund diverser Prognosen gesagt werden, dass die guten Vorjahreszahlen wohl nicht erreicht werden können. Das Tourismusjahr 14/15 dürfte wohl deshalb mit einem leichten Minus abschliessen. Kommt noch hinzu, dass allgemein die Tendenz herrscht, dass zwar Gäste in der Destination verweilen, es wird jedoch weniger mit ihnen umgesetzt. Die Konsumfreudigkeit ist zurückhaltender und das Hotelzimmer bzw. die Ferienwohnung wurde oft zu günstigeren Konditionen ausgehandelt als noch im letzten Jahr.

Das laufende Tourismusjahr
Für das vorliegende Sommerergebnis zeichnen vor allem das schöne und stabile Wetter, sehr gut besuchte Events und die hervorragenden Leistungen unserer Gastgeber verantwortlich. Letzteres konnte man kürzlich in der Sonntagszeitung bestätigt finden. In einem gross angelegten Vergleich der Gastgeberqualitäten resultierte für Gstaad Saanenland der beeindruckende zweite Platz. Die Bewertungen wurden aus allen relevanten Online-Portalen zusammengezogen und ausgewertet. Das Schöne daran ist, dass nicht irgendwelche Gastro- und Hotelkritiker beigezogen wurden, sondern die ehrlichste aller Bewertungen, nämlich die des Gastes.

Hier logieren die zufriedensten Gäste der Schweiz
Der Gast ist schlussendlich auch der Schlüssel zum Erfolg. Kreatives Marketing, innovative Produkt- und Angebotsgestaltung oder die allerbeste Gästebetreuung. Setzen sich all diese relevanten Kriterien über die Bedürfnisse des Gastes hinweg, bleibt der Erfolg aus. So einfach ist das.

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