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Montag, 22. Juni 2015

Marketing-Push, Phase 2

Letzten Freitag, anlässlich der Gemeindeversammlung im Landhaus Saanen, hat auch noch die Gemeinde Saanen mit grosser Mehrheit dem Verlängerungsantrag „Marketing-Push“ zugestimmt. Neben den Gemeinden Lauenen und Gsteig ist Saanen somit die dritte Gemeinde im Bunde, welche dem GST (Gstaad Saanenland Tourismus) das Vertrauen geschenkt hat. Ein herzliches Dankeschön an diese drei Gemeinden. Wir sind überzeugt, dass wir die darin enthaltenen Erwartungen auch erfüllen können.

Der Verein Zweisimmen Tourismus hat diesen Frühling ebenfalls dieselbe Vorlage präsentiert, ist aber leider bereits am Gemeinderat von Zweisimmen gescheitert. Somit fliessen im Jahre 2015 nochmals CHF 600‘000.—zusätzliche Marketingmittel in die Kassen vom GST. Diese Mittel sind – wie vor 4 Jahren bereits so beantragt – zweckgebunden. Sie werden zielgerichtet eingesetzt und zwar für folgende Teilziele:

- Online-Marketing

- Saisonrandkampagnen Markt Schweiz

- Produktorientierte Promotion in den europ. Schlüsselmärkten

- Aufbau neuer Märkte

- Markenschutz

GST hat in den vergangenen drei Jahren – sei dies mittels Medienmitteilungen, Geschäftsberichten, Blogs oder der jährlichen Hauptversammlung – stets dokumentiert, wie das Geld eingesetzt wurde und was es schlussendlich gebracht hat. Gerade letzteres ist natürlich nicht immer so leicht nachzuweisen. Externe Einflüsse, nachhinkendes Nachfrageverhalten oder aber auch Fehlentscheidungen können die erbrachten Resultate leicht verwässern. Deshalb versuche ich anhand einer einfachen Milchbüchleinrechnung ein Gesamtfazit über die Wirkung der eingesetzten Mittel zu ziehen.

Logiernächteentwicklung Hotellerie, deutlich über dem Durchschnitt
Es gibt ein geltendes Grundgesetz für Tourismusorganisationen bzw. Tourismusdirektoren. Entwickelt sich die Logiernächtestatistik schlecht, so ist stets der Tourismusdirektor schuld. Sind die Zahlen positiv, so tragen selbstverständlich nur die Leistungsträger das Wesentliche dazu bei. Irgendwo dazwischen liegt wohl die Wahrheit. Im Geschäftsjahr 2011/12 (Jahr 1 Marketing-Push) wurden rund 303‘000 Hotel-Logiernächte in der Destination Gstaad Saanenland erzielt. 2013/14 (Jahr 3 Marketing-Push) waren es rund 352‘000. Dies entspricht einer Steigerung von 49‘000 Logiernächten. Dafür hat man insgesamt CHF 1‘890‘000.—zusätzliche Marketingmittel investiert. Im Durchschnitt gibt ein Gstaader Gast rund CHF 450.—pro Tag aus. Im Vergleich zu 2011/12 wurden 2013/14 also rund CHF 22‘000‘000.—mehr Wertschöpfung erzielt. Dieser Wert kann sich zweifelsohne sehen lassen und bestätigt im Übrigen die Destinations-Resultate der Tourismusstudie, welche unlängst vom Kanton Bern veröffentlicht wurde.

Langzeitvergleich nach Sternekategorie
Ich bin überzeugt, dass GST an dieser Entwicklung einen positiven Beitrag leisten konnte. Die Neunerprobe dazu lässt sich mit unseren Aktivitäten auf den neuen Märkten belegen. Vor dem Marketing-Push war GST in diesen Märkten nicht präsent. Sukzessive baute man neue Geschäftsbeziehungen in den Golfstaaten, in China, in Südostasien, in Indien sowie in Südamerika auf. Lagen zu Beginn der Messperiode die Gästezahlen aus diesen Märkten kumuliert noch unter 15‘000 Logiernächten pro Jahr, so liegen sie heute bei weit über 20‘000. Es ist zudem ja allgemein bekannt, dass Gäste aus diesen Märkten weit mehr als CHF 450.—pro Tag ausgeben. Somit dürfte die relative Wertschöpfung isoliert auf diese Märkte betrachtet, noch höher liegen.

Steigerungslauf der neuen Märkte
Doch wie geht es nun weiter? Der Verlängerungsantrag wurde lediglich für ein Jahr gewährt. Fürs laufende Geschäftsjahr 2014/15 ändert sich nichts. Die Hälfte davon ist ja bereits vorbei und wir haben für dieses Jahr unter der Annahme einer Verlängerung budgetiert. Fürs nächste Geschäftsjahr laufen bereits die Vorbereitungen. Seit rund zwei Jahren gibt es das Projekt „Gstaad Marketing AG“. Dies beinhaltet im Wesentlichen den Zusammenschluss des Destinationsmarketings (GST) mit dem Bergbahnmarketing (BDG AG). An dem Projekt ist neben dem GST und der BDG AG auch die Gemeinde Saanen beteiligt. Die Mitarbeit der Gemeinde Saanen in diesem Projekt ist für die Neuregelung der Marketingbeiträge essentiell. Hat sie doch ein legitimes Interesse daran, dass der wichtigste Wirtschaftsfaktor im Saanenland nicht an Bedeutung verliert. Zudem ruft die ganze Branche nach Kooperationen und Bündelung der Mittel. Dieses Denken ist mittlerweile auch im Saanenland angekommen. Somit dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir die neue Marketing-AG lancieren können. Ich bin zuversichtlich, dass dies spätestens im 2016 passieren wird.

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