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Donnerstag, 18. Juni 2015

Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus im Kanton Bern

Ambitiös verkündete der Kanton Bern respektive die BE! Tourismus AG letzthin das Ziel, zur Nummer 1 der Tourismuskantone zu werden. In den letzten Jahren tat sich einiges, was darauf hindeuten lässt, dass dieses Ziel tatsächlich auch bald mal zur Realität werden kann. 2012 wurde vom Kanton Bern und von den sechs Berner Destinationen die BE! Tourismus AG gegründet. Sie hat den primären Auftrag, Marketingmittel zu bündeln um sie dann in den europäischen Kernmärkten zu investieren. Diese Zentralisierung ist für die Destinationen eine grosse Entlastung und zusätzlich auch ein Gewinn an Effizienz.

Vor diesem Hintergrund und mit dem Wunsch über die aktuellsten Zahlen zu verfügen, wurde eine Studie in Auftrag gegeben. Aufgezeigt werden die Entwicklung von 2011 bis 2013 und die damit einhergehende volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus im Kanton Bern.

In einer so umfangreich dargelegten Studie kann man vieles herleiten, interpretieren, vergleichen und analysieren. Sich dabei beispielsweise aber rein nur auf die Logiernächtezahlen bzw. Gästefrequenzen zu orientieren, wäre ziemlich einseitig und undifferenziert. Der Grund liegt vor allem darin, dass die sechs Berner Destinationen (Bern, Oberland Mitte, Interlaken, Jungfrau Region, Jura-3-Seenland und Gstaad Saanenland) grosse Unterschiede hinsichtlich geografischer Grösse, Einwohnerzahl, touristischen Infrastrukturen sowie weiteren relevanten Indikatoren aufweisen. Nachfolgend deshalb nur ein kurzer Auszug aus der Studie, welche Sie gerne unter diesem Link vertiefter studieren können.

Erfreulich ist, dass die Studie für die untersuchte Zeitperiode eine insgesamt positive Entwicklung im Berner Tourismus aufweist. So haben beispielsweise die Gästefrequenzen und die Gesamtnachfrage deutlich zugenommen. Gstaad Saanenland und die Destination Interlaken weisen bei beiden Werten die höchste Zuwachsrate auf und liegen dabei deutlich über den kantonalen Durchschnittswerten.


Die Entwicklung der touristischen Bruttowertschöpfung kann sich ebenfalls sehen lassen. In der untersuchten Zeitperiode hat sich diese im ganzen Kanton Bern um 5.9 % gesteigert. Den stärksten Zuwachs verzeichnet hier Gstaad Saanenland mit 16.2%. Weiter wurde auch der Tourismusanteil am lokalen BIP untersucht. Auch hier zeigt sich deutlich, dass Gstaad Saanenlad am stärksten zugelegt hat und der Tourismus dort mit einem Anteil von 50.7 % am meisten zum lokalen BIP beiträgt.

Quelle: Berechnungen und Schätzungen Rütter Soceco

Diese Zuwachsraten können als Bestätigung dafür gesehen werden, dass der Kanton und die Destinationen in den letzten Jahren die richtigen Anstrengungen unternommen haben. Diese lagen vor allem in der Bewältigung von strukturellen und marktorientierten Herausforderungen. Sicher ist aber, dass die Zeiten nach wie vor fordernd bleiben. Sinkende Nachfrage im Wintertourismus, ein unvorteilhafter Wechselkurs oder volatile Zielmärkte gilt es aktuell und wohl auch künftig zu managen. Die sechs Destinationen stehen dabei aber nicht alleine auf weiter Flur. Sie finden Unterstützung in der BE! Tourismus AG und im beco, dem Amt für die Berner Wirtschaft. Dies gibt Sicherheit und Vertrauen und stärkt die Verbundenheit, gemeinsam für den wichtigen Wirtschaftsfaktor Tourismus einzustehen.

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