Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Donnerstag, 23. Oktober 2014

11 % Plus im Sommer 2014 und Vorfreude auf den Winter!

Jubiläumsplakat von Matthias Gnehm
Im Winter 1864/65 beginnt in den Bündner Bergen der Siegeszug des Wintertourismus. Dem Lockruf der Berge folgten in erster Linie abenteuerlustige Deutsche und Engländer. Vom Bündnerland aus wurde die alpine Bergwelt mit dem Wintervirus angesteckt und blieb bis heute davon infiziert. In den darauffolgenden Jahrzehnten prägte der einheimische Pionier- und Unternehmergeist die Entwicklung in den Schweizer Bergen. Prächtige Hotels, Internate, die Eisen- und Bergbahnen sowie der Strassenbau sorgten dafür, dass die Alpenwelt von West nach Ost und von Nord nach Süd touristisch erschlossen wurde. Mit der Erfindung neuer Sportarten wie Skilaufen oder Skispringen sowie einer gesellschaftlichen Veränderung vom Arbeitervolk zur freizeitorientierten Gesellschaft wurden Wintersport und Winterferien zu einer Volksbewegung.

Die Schweizer Botschaft mitten in Berlin
Der Zeitpunkt hätte von Schweiz Tourismus nicht besser gewählt werden können. Pünktlich, zum ersten Wintereinbruch in der Saison 2014/15 begannen diese Woche in der Schweizer Botschaft in Berlin die Feierlichkeiten zum 150 Jahre Jubiläum „150 Jahre Wintertourismus in der Schweiz“. Geladen waren Prominenz aus Politik und Gesellschaft sowie wichtige Meinungsbildner aus der deutschen Medien- und Tourismusindustrie. Weitere Anlässe, u.a. auch in Zürich, stehen noch bevor. Auch meine Wenigkeit durfte am Anlass teilnehmen. Gstaad Saanenland hat eine über hundertjährige Tradition als Tourismusregion und trug mit einigen Pionierglanzleistungen in der Hotellerie oder in der Seilbahnentwicklung vieles dazu bei, dass die Marke „Schweiz“ als Winterwunderland zur Legende wurde.

Gebannt und gut gelaunt warten die geladenen Gäste auf das Lichtspektakel...
 
welches dann auch sogleich folgte...
Während der Winter 2014/15 schon seine ersten Spuren hinterlassen hat, steht das Tourismusjahr 2013/14 in seinen letzten Zügen. Es endet am 31.10.2014. Der Winter 2013/14 lieferte noch relativ verhaltene Übernachtungszahlen, der Sommer konnte dafür einiges an Boden gut machen. Von Mai bis Ende September legten die Übernachtungen in der Hotellerie um gut 11 % gegenüber der Vorjahresperiode zu. Dies ist auf dem Papier ein Spitzenwert, muss aber durch die Tatsache relativiert werden, dass gegenüber dem Vorjahr zwei Beherbergungsbetriebe über ein massiv vergrössertes Bettenangebot verfügen. Nichts desto trotz kann gesagt werden, dass der Kuchen grösser geworden ist. Es kamen diesen Sommer mehr Gäste ins Saanenland als noch im letzten Jahr und dies obwohl vielerorts wegen dem schlechten Wetter gejammert wurde. Von November 2013 bis Ende September 2014 liegt die Destination rund 3.5 % gegenüber der Vorjahresperiode im Plus. Die Baisse vom Tourismusjahr 2011/12 wäre nach der zweiten Steigerung in Folge damit definitiv ausgemerzt. Noch gilt es die Oktoberzahlen abzuwarten. Bekanntlich sind aber die Verschiebungen in diesem Monat nur noch gering, da die Mehrheit der Beherberger leider schon geschlossen hat. Eigentlich schade, ist doch der Herbst eine wunderbare Jahreszeit. Unten Nebelsuppe und oben stahlblauer Himmel gepaart mit einem weiss gezuckertem Bergpanorama. 

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