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Mittwoch, 3. September 2014

Enjoy Switzerland & Gstaad 2020plus

In meinem Blog habe ich schon das eine oder andere Wort über den Verein „Gstaad 2020plus“ verloren. Den Verein gibt es jetzt schon zwei Jahre, die Bewegung 2020plus sogar schon seit dem Jahr 2009. Die Grundidee von damals ist immer noch dieselbe. Man will das Saanenland nachhaltig weiterentwickeln. Unter dem Lead des Hoteliervereins Gstaad Saanenland und Gstaad Saanenland Tourismus formierten sich im 2011 die relevanten Anspruchsgruppen (Gewerbe, Hotellerie, Landwirtschaft, Gemeinden, Events, etc.) aus dem Saanenland und tagten fortan regelmässig im sog. „Denkfass“. Bald merkte man, dass man erste Zeichen setzen wollte. 2012 entstand dann der Verein und gleichzeitig wurde für eine Laufzeit von zwei Jahren die Zusammenarbeit mit Enjoy Switzerland vereinbart. Der Schritt vom Denken zum Handeln war vollzogen.

Installation Fondue-Caquelon, Fondueland Gstaad
Während den letzten beiden Jahren leistete man in zahlreichen Arbeitsgruppen hervorragende Arbeit. Betreut durch einen vollamtlichen Projektleiter wurden Ideen entwickelt, diskutiert, wieder verworfen und im besten Falle umgesetzt. Parallel dazu wurde in der Regel viermal pro Jahr ein Denkfass organisiert. Themenschwerpunkte waren da zum Beispiel die Bergbahnen, les Arts, neue Grossevents, Gstaad Bike World, Vereinsinterna sowie die jeweiligen Fortschrittsberichte aus dem Enjoy-Programm. Finanziert wurde diese Phase von 2020plus durch erhöhte Mitgliederbeiträge, einen Beitrag vom beco sowie durch Sach- und Cashleistungen von Enjoy Switzerland. Als Highlights dieser Ära können sicherlich die Neuinszenierung des Berghauses Wispile, der Innovationspreis „Prix de Gessenay“, das Herkunftslabel „Gstaad Authentique“, der Alpness-Trail sowie das Fondueland Gstaad genannt werden. Alle diese Projekte haben den Sprung in den freien Markt geschafft und dürfen sich nun dort beweisen.

Berghaus Wispile – Eingang, vorher
Berghaus Wispile – Eingang, nachher
Letzte Woche fand im Grandhotel Park in Gstaad ein 2020plus-Denkfass statt. Ein Themenschwerpunkt war unter anderem der Abschlussbericht der Zusammenarbeit mit Enjoy Switzerland. Vertragsgemäss lief diese nämlich Ende Juli aus. Ein solches Programm kann nicht ewig dauern. Es ist das Ziel von Enjoy Switzerland, dass innerhalb eines Zeitraums von 2 Jahren sichtbare Ergebnisse erzielt werden sollen. Wir haben darüber einen kleinen Film gemacht, welcher auf kurzweilige Art und Weise die Kernaussagen zur Enjoy-Zusammenarbeit auf den Punkt bringt.

https://www.youtube.com/watch?v=lEylOMzPxVI
Rückblick Zusammenarbeit Gstaad 2020+ und Enjoy Switzerland
Was folgt nun auf die Zusammenarbeit mit Enjoy Switzerland? Der Vorstand vom Verein Gstaad 2020plus hat dazu bereits Ende März 2014 eine Strategie-Klausur gemacht. Mit dem Wissen, dass man unter professioneller Anleitung zusammen mit den verschiedenen Leistungsträgern neue Produkte und Angebote entwickeln kann, dies gleichzeitig aber auch sehr viel Ressourcen (finanziell und personell) benötigt, hat der Verein eine kleine Kurskorrektur unternommen. Schliesslich war es nie das Ziel, mit dem Verein Gstaad 2020plus einen weiteren „Wasserkopf“ aufzubauen. Gstaad 2020plus soll schlank bleiben und konzentriert sich deshalb ab sofort wieder auf seine ursprüngliche Kernaufgabe als gemeinsame Plattform für den Meinungsbildungsprozess und Informationsaustausch der verschiedenen Interessengruppen der Region.

Regelmässig (ca. viermal pro Jahr) wird weiterhin ein Denkfass durchgeführt, in welchem destinationsrelevante Themen und Herausforderungen so kontrovers wie möglich diskutiert werden sollen. Mit dem Ergebnis aus diesen Diskussionen kann 2020plus als Verein Position beziehen und gleichzeitig haben die Mitglieder in ihren jeweiligen Anspruchsgruppen eine Entscheidungsgrundlage. Ich bin sicher, dass uns die Diskussionsthemen in nächster Zeit nicht ausgehen werden. Die zweijährige Enjoy-Phase soll als Initialzündung für eine professionelle und strategisch relevante Produkt- und Angebotsgestaltung verstanden werden. Gefordert sind nun die zahlreichen Leistungsträger der Region sowie Gstaad Saanenland Tourismus. Die Tourismusorganisation soll nämlich künftig vermehrt die Produkt- und Angebotsgestaltung proaktiv mitgestalten und begleiten.

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