Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Donnerstag, 5. Juni 2014

Sightfeeling statt Sightseeing

Das Swiss Tech Convention Center in der Morgensonne

Am 27.5.2014 war es wieder so weit. Wie jedes Jahr traf sich das „who is who“ der Schweizer Tourismusbranche am Ferientag, organisiert durch Schweiz Tourismus. Für die 17. Austragung versammelten sich rund 1‘500 Touristikerinnen und Touristiker diesmal im Swiss Tech Convention Center in Lausanne.

Gespannt wartet die Tourismusfamilie auf den Auftritt von Jürg Schmid  



Jürg Schmid, der Direktor von Schweiz Tourismus, bewies einmal mehr seine Fähigkeiten als begnadeter Mathematiker. Schon in der Vergangenheit glänzte er mit der Entwicklung der Erfolgsformel für den Schweizer Tourismus. Diese lautete damals wie folgt:

Besser = Qualität x Differenzierung x Inszenierung x Leidenschaft

Nun hat er diese Formel weiterentwickelt und dabei den Wertschöpfungsaspekt berücksichtigt. Die neue Erfolgsformel lautet:

Zahlungsbereitschaft = Qualität x Sightfeeling x Differenzierung x Markenkraft x emotionales Marketing x Nachhaltigkeit x social media

Jürg Schmid, der Mathematiker

In der neuen Formel kommt deutlich zum Ausdruck, wie komplex es für den Schweizer Tourismus geworden ist, im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben. Tourismusdestinationen und ihre Leistungsträger sind mehr denn je gefordert, die Komponenten dieser Erfolgsformel in ihre Produkte einfliessen zu lassen, damit der Gast die Schweiz bzw. eine Destination entdeckt, besucht, emotional berührt wird und dabei auch noch Geld ausgibt. Bei den sog. „Repeaters“ kann dann zur Kür aufgelaufen werden, indem man diesen Gast immer wieder aufs Neue überrascht und begeistert.

Nebst einem Exkurs in Mathematik lieferte Jürg Schmid noch weitere spannende Erkenntnisse. Eine dieser Erkenntnisse gefällt mir besonders gut. „Erlebnis ist das neue Statussymbol. Sightfeeling statt Sightseeing. Mehr emotionales Marketing, mehr Profilierung, mehr werthaltige Erlebnisse bieten.“

Ein aktuelles Beispiel aus der Destination Gstaad Saanenland zeigt sehr schön auf, wie Sightfeeling in der Praxis umgesetzt werden kann.

Das Fondue Caquelon an seinem Bestimmungsort


Heute Nachmittag wurde im Gebiet Schlittmoos bei Schönried ein überdimensionales Fonduecaquelon als neue touristische Attraktion eingeweiht. Es besteht aus Holz, bietet Platz für bis zu 8 Personen und ist die erste neue Angebotskomponente des „Fondueland Gstaad“ genannten Angebots. Dieses nimmt die Idee des bestehenden Fonduewegs auf dem Rellerli auf und überträgt sie auf die ganze Destination. Entstanden ist sie in der Projektgruppe 4 Jahreszeiten des Vereins Gstaad 2020plus. Die Umsetzung erfolgte in Abstimmung mit Enjoy Switzerland und Gstaad Saanenland Tourismus.

Anstatt etwas komplett Neues zu erfinden, wurde das mittlerweile 10 jährige Angebot des Fonduewegs auf dem Rellerli zusammen mit den betroffenen Leistungsträgern analysiert und weiterentwickelt. So wurde aus dem Fondueweg das Fondueland. Die Thematik eignet sich aufgrund ihres hohen Genusswerts und der Verbindung zur Landwirtschaft besonders gut für die Destination Gstaad. Alpine Echtheit, Werte und Traditionen werden so zu einem emotionalen Erlebnis verknüpft. Das Caquelon im Schlittmoos bietet Liebhabern von Frischluft-Fondues eine Kulisse, die derzeit einmalig ist. Davon versprechen wir uns hohes Verbreitungspotential auf sozialen Medien, und auch die Loslösung von Fondue als reines Wintererlebnis.


Sightfeeling pur

Wenden wir uns wieder der Mathematik zu. Die neue Erfolgsformel lässt sich übrigens perfekt auf das Projekt Fondueland Gstaad anwenden. Zutaten, Verarbeitung und Lage sind von hoher Qualität. Das emotionale Erlebnis ist hoch und entspricht somit voll und ganz dem Sightfeeling. Mit der Idee eines überdimensionalen und begehbaren Fondue Caquelon schafft man eine echte Differenzierung zum Einheits-Fonduegenuss in der Schweizer Bergwelt. Die Markenkraft von Gstaad ist dabei eine wichtige Stütze bei der Vermarktung des Angebots. Ein gutes Produkt ist das beste Marketing. Verbinden Kunden die guten Produkte mit starken Emotionen, so multipliziert sich der Marketingfranken um ein Vielfaches. Das ganze Projekt ist nachhaltig ausgelegt und ein weiterer Ausbau ist geplant. Social media ist ein wichtiger Multiplikator und Botschafter für die Lancierung sowie den Betrieb des Fonduelandes.   

Doch nun genug der Mathematik. Überzeugen Sie sich selbst und besuchen Sie am besten das Fondueland Gstaad. Weitere Infos dazu gibt es hier. En Guete!




1 Kommentar:

  1. ... echte Differenzierung zum Einheits-Fonduegenuss in der Schweizer Bergwelt. So ist es. E guete!!

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