Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
Herzlichen Dank für Ihre Kommentare zu gelesenen Artikeln.


Dienstag, 1. April 2014

Gründung der Schweizerischen Touristischen Autonomen Union (STAU)


Am vergangenen Wochenende fanden im Kanton Bern die Grossratswahlen statt. Den wieder- und neugewählten Grossrätinnen und Grossräte gratuliere ich zu ihrer Wahl und wünsche ihnen für die kommenden vier Jahre viel Erfolg und Zufriedenheit. Sie tragen eine grosse Verantwortung gegenüber dem Stimmbürger. In den meisten Fällen wirkt diese Verantwortung weit in die Zukunft der kommenden Generationen, welche dann mit den Folgen gewisser Ratsgeschäfte leben müssen.

Der Verein Gstaad Saanenland Tourismus (GST) hat 2010 ein neues Leitbild verabschiedet. Gleich zu Beginn steht folgender Satz: „Gstaad Saanenland Tourismus ist eine Marketing– und Dienstleistungsorganisation mit dem Ziel, den Tourismus in der Region Saanenland und angrenzenden Gebieten zu entwickeln, zu fördern und nach internationalen Standards auf einem absoluten Spitzenniveau zu halten.“ Diesen Satz kann man vielseitig interpretieren. Er schafft damit eine sehr heterogene Bedürfnislage bei vielen unserer Anspruchsgruppen. Deshalb führen die 11 Leitsätze zu einer gewissen Eingrenzung dieser Bedürfnisse. Dies reicht aber nicht aus, um dem Tourismus im Sinne von GST zu genügend Schlagkraft zu verhelfen, welche in einem zunehmend kompetitiven Umfeld immer wichtiger wird.

Der Leitsatz 10 – „Wir nehmen zu allen politischen Fragen Stellung, die mit Tourismus in Verbindung stehen, und versuchen bereits in der konzeptionellen Phase unseren Einfluss geltend zu machen.“ – schafft nun eine Grundlage für die folgenden Gedanken zu den vergangenen Grossratswahlen. Der Kanton Bern preist sich neuerdings als zweitgrösster Tourismuskanton – dicht hinter dem Kanton Graubünden und noch vor dem Kanton Wallis – an. Dieses neugewonnene Selbstbewusstsein hat auch ein bisschen was mit der BE! Tourismus AG zu tun. Nichts desto trotz ist und bleibt der Kanton Bern ein sehr vielschichtiger Kanton, in welchem die touristischen Interessen nach wie vor untervertreten sind. Dies zeigt sich unter anderem in der Sitzverteilung zu Gunsten des Berner Oberlandes im Grossen Rat oder aber auch in der touristischen Gesinnung der gewählten Vertreterinnen und Vertreter. Hier fehlen nämlich die Vollblut-Touristiker voll und ganz.

Der Vorstand GST hat heute in einer kurzfristig einberufenen Vorstandssitzung entschieden, dieses Manko zu ändern. In den kommenden Jahren will GST ein politisches Programm lancieren, um bei den nächsten oder dann spätestens bei den übernächsten Grossratswahlen gleich mehrere Grossratskandidaten zu portieren, welche über die nötige touristische Gesinnung verfügen und gleichzeitig auch reelle Chancen auf eine Wahl haben. Hierzu benötigt es die folgenden Schritte:

  1. Änderung des Leitbildes an der Hauptversammlung GST im März 2015
    Die Ausführungsbestimmungen zum Leitsatz 10 müssen entschärft bzw. ergänzt werden werden. Im Abschnitt 1 muss ergänzt werden, dass GST bzw. seine Vertreter zwecks Verfolgung ihrer touristischen Ziele politische Ämter besetzen können. Künftig soll GST im Abschnitt zwei zu allen politischen Fragen Stellung nehmen können. Auch zu solchen, welche nicht direkt mit Tourismus in Verbindung stehen. Hierzu soll die Gründung einer politischen Partei die entsprechende Basis bieten. Weiter kann der Abschnitt 3 ersatzlos gestrichen werden.

  2.  Gründung der Schweizerischen Touristischen Autonomen Union (STAU)
    Aufgrund der entsprechenden Änderungen im Leitbild wird es dem GST möglich, eine politische Partei zu gründen. Die Schweizerische Touristische Autonome Union (STAU) soll zu allen politischen Fragen Stellung nehmen können. Ganz klar im Vordergrund sollen aber die touristischen Themen stehen. Das politische Fundament soll eine gemässigte und liberale Grundgesinnung sein, welche den Herausforderungen der heutigen Zeit mit Sportsgeist und Fairness begegnet. Die Vorbereitungsarbeiten zur Gründung dieser Partei laufen bereits. Eine Einschreibeliste für die Gründungsversammlung der Partei liegt ab heute im Tourismusbüro in Gstaad auf. Gegründet wird die Partei dann nach der kommenden Hauptversammlung des GST. In den Jahren 2015 – 2017 soll sie ihren Siegeszug zuerst im Berner Oberland antreten. Für die Grossratswahlen im 2018 könnten dann bereits erste Grossratssitze der STAU Realität werden. In den Jahren 2018 – 2021 folgt dann die zweite Wachstumswelle der STAU. Sie will sich im ganzen Kanton Bern etablieren und gleichzeitig auch in den beiden anderen relevanten Tourismuskantonen Wallis und Graubünden Fuss fassen. 2022 ist dann das Wahljahr der Wahrheit. Für die Grossratswahlen im Kanton Bern strebt die STAU einen klaren Wahlsieg an. Dieser Sieg soll dann den Weg für das nationale politische Parkett ebnen.
Mit diesen beiden Schritten schafft GST eine politische Grundlage, welche dem Tourismus in der ganzen Schweiz zu mehr Gehör und Akzeptanz verhelfen soll. Es reicht bei Weitem nicht aus, Jahr für Jahr die Marketingmittel zu erhöhen und unsere schöne Schweiz in der ganzen Welt zu verkaufen. Hinter jedem guten Marketing stehen auch gute Produkte. Doch diesen guten Produkten droht Gefahr. Oft wird nämlich deren Wettbewerbsfähigkeit durch politische Entscheidungen arg in Mitleidenschaft gezogen. Viel mehr müssen deshalb die politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit gute touristische Produkte erhalten werden können bzw. neue dazu kommen.

Ich freue mich auf die nächsten Jahre, welche sicherlich für eine Pionierleistung im Schweizer Tourismus in die Geschichte eingehen werden. Ich zähle dabei auf ihre Stimme, so dass die STAU möglichst rasch die entsprechende politische Flughöhe erreichen wird. Für eine touristisch starke Schweiz, welche sich nicht vor ihren direkten Mitbewerbern verstecken muss!

1 Kommentar:

  1. Keinen STAU verursacht.
    Danke für eure interessierten Rückmeldungen und das politische Interesse, das anhand der Reaktionen zu Tage trat. Natürlich handelt es sich bei dieser Aktion nur um einen Aprilscherz.
    Tatsächlich ist es so, dass GST sich auch weiterhin politischen einer überwiegenden Neutralität befleissigt und unser Leitsätze unangetastet bleiben. Den Angekündigten STAU wird es somit nicht geben.

    AntwortenLöschen


Herzlichen Dank für Ihre Kommentare zu gelesenen Artikeln!