Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Freitag, 19. Juli 2013

Wasser


Liebe Freunde des gepflegten Kulturgenusses

Klassische Musik ist im Sommerhalbjahr eine tragende Säule der Ferienregion Gstaad. Ob in einer Kirche, im Festivalzelt oder bei einem Brunch Konzert auf einer Alp – die authentischen und glückseligen Momente bleiben unvergesslich und runden das Ferienerlebnis harmonisch ab.

Seit über fünfzig Jahren begrüssen wir Jahr für Jahr tausende von Gästen am zweitgrössten Klassik-Festival der Schweiz, dem Menuhin-Festival. Zwischen Juli und September finden über 50 Konzerte und Events in Kirchen und im Festivalzelt statt. In einer harmonischen Komposition zwischen Qualität, Eleganz und alpiner Echtheit begeistern dieses Jahr Top-Artisten der Klassischen Musik wie Hélène Grimaud, Joshua Bell, i Salonisti, Sol Gabetta, Renaud Capuçon und viele andere das Publikum.

Gestern Abend startete die 57. Ausgabe des Menuhin Festival zu einer siebenwöchigen Reise im Zeichen des «Wassers». In seiner Eröffnungsansprache erläuterte denn auch der Verwaltungsratspräsident des Festivals Leonz Blunschi den Wasserzyklus. Er erwähnte dabei im speziellen die zeitweiligen Sommergewitter, welche sich über dem Festivalzelt entladen und für eine unvergleichliche Stimmung sorgen, wenn der Regen im Stakkato auf die Zelthaut prasselt. Die Zuhörer quittierten diese charmante Hommage an das Festivalzelt mit einem wohlwollenden Schmunzeln.

Für den Eröffnungsabend hat die französische Ausnahme-Pianistin Hélène Grimaud das 4. Klavierkonzert von Beethoven gewählt. Sie trat an der Seite des Kammerorchesters Basel auf, eines Orchesters, mit dem sie eine Passion ohne Zugeständnisse im Dienste der Musik teilt. Und so war es dann auch. Die geballte Kraft an musikalischer Wucht, gepaart mit bedingungsloser Präzision begeisterte die Gäste in der vollbesetzten Mauritius-Kirche in Saanen. Auch ich durfte von der 7. Reihe aus fasziniert beobachten, wie die Musiker – allen voran Hélène Grimaud – ihr Kunsthandwerk mit Leidenschaft ausübten und mich dabei in ihren Bann zogen. 

Hélène Grimaud 

Für den weiteren Verlauf des Festivals wünsche ich den Gästen, Künstlern und dem Festival viele weitere Momente des musikalischen Hochgenusses. Das Saanenland bietet dazu die besten Voraussetzungen, nicht nur wegen den wundervollen und orchestralen Sommergewittern.

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