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Donnerstag, 28. März 2013

Wintersaison-Zwischenbilanz

Ostern steht vor der Tür und dies im Vergleich mit dem Vorjahr sehr früh. Die Hotels – wenigstens die, die geöffnet haben – sind über die Feiertage gut gebucht. Trotzdem werden evtl. wegen den eher trüben Wetterprognosen sehr viele Tagesgäste fehlen. Gäste, die gerade für die Bergbahnen das Saisonergebnis noch verbessern könnten. Frühlingsskifahren ist in unserem Gebiet ein Hochgenuss, wenn das Wetter stimmt. Egal ob auf dem Glacier3000, auf dem Wasserngrat oder zwischen Zweisimmen/St. Stephan und Schönried.

Die Wintersaison dauert zwar bei uns bis in den Mai hinein. Glacier3000 sei Dank. Dennoch werde ich kurz ein Zwischen-Fazit über den bisherigen Winter ziehen. Die definitive Saisonbilanz folgt dann Mitte Mai. Die Aussagen basieren einerseits auf einer Umfrage bei den Leistungsträgern (Beherbergung und Gewerbe) und andererseits auf einer ersten Analyse zu den Übernachtungszahlen von November bis Ende Februar.

Hotellerie

Bei den Übernachtungszahlen kann man allgemein von einem leichten Aufwärtstrend sprechen, wenn man die aktuelle Wintersaison mit dem Durchschnitt der vergangenen drei Wintersaisons vergleicht. Für die Nennung konkreter Zahlen ist es noch zu früh. Im Zeitraum von November bis inklusive Ende Februar haben sich die Logiernächte in der Hotellerie deutlich positiv entwickelt. Wir liegen erkennbar im Plus gegenüber den Vorjahreszahlen. Grund dafür sind sicher auch die neuen Hotels, die zur Wintersaison eröffnet haben (The Alpina Gstaad, Hamilton Lodge, Saanewald Lodge sowie dem Le Petit Relais). Die Anstrengungen dieser Leistungsträger beflügeln die Statistik. Ca. 50 % der Hoteliers, die auf unsere Umfrage geantwortet haben, bewerten ihren Saisonverlauf als gleichgut bis besser als im Vergleich zum Vorjahr.

Ferienwohnungen

Dieser Bereich zeigt einen noch deutlicheren Anstieg bei der Nachfrage. Dies betrifft vor allem die rund 220 Objekte, die wir über den GST vermieten. Ich werte dies als einen Indikator für die Tatsache, dass das Plus bei den Logiernächten nicht nur auf die neuen Hotels zurückzuführen ist, sondern auch dafür, dass sich die Lage offenbar allgemein normalisiert.

Herkunftsländer der Gäste

Die Zahl der wiederkehrenden Gäste hat wieder zugenommen. Unser Hauptmarkt Schweiz brachte diesen Winter bisher deutlich mehr Gäste ins Saanenland. Auch Gäste aus Deutschland verbringen wieder vermehrt die Ferien in unserer Region. Geradezu mit Erleichterung habe ich festgestellt, dass sich die zuvor arg gebeutelten Märkte Grossbritannien und BeNeLux (Belgien, Niederlande und Luxemburg) erholt haben. Da sich die Schulferien in Frankreich dieses Jahr in den März verschoben haben und ich noch keine Kenntnisse über die Märzzahlen habe, kann ich zu diesem wichtigen Markt noch nichts sagen. Die Anstrengungen in den neuen Märkten China, Indien, Brasilien etc., die wir seit Anfang 2012 bearbeiten, zeigen erste positive Effekte.

Konsumverhalten

Rund 70 % der Hoteliers, die sich an unserer Umfrage beteiligt haben, bewerten das Konsumverhalten als gleich bis deutlich besser als im Vorjahr. Die Stimmung bei den Gewerbebetrieben ist ähnlich positiv. Die Gäste entschliessen sich zu eher kleineren Einkäufen und zeigen ein gesundes Konsumbewusstsein. Sie legen jedoch Wert auf gute Beratung und Qualität und bevorzugen regionale Produkte.

Die Aussichten für den weiteren Saisonverlauf

Ca. 75 % der Hoteliers bewerten den Buchungsstand für März und April gleich oder leicht besser als im Vorjahr. Die günstig liegenden Osterfeiertage werden als Hauptgrund dafür angegeben. Der Trend zur kurzfristigen Buchung hält an.

Bergbahn-Geschäft 
 
An dieser Stelle zitiere ich gerne meinen Kollegen Armon Cantieni. Er ist Direktor Direktor der Bergbahnen Destination Gstaad AG;

„Es ist noch zu früh für eine Saisonbilanz. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Transportumsätze Bahnen (Gstaad Mountain Rides) aktuell knapp 1 % besser im Vergleich zum Vorjahr. Der Januar war etwas besser als im Vorjahr, der Februar fiel eher schlechter aus. Dies ist jedoch zu relativieren, weil die Ferienwochen anders gefallen sind als im Vorjahr. Die Schneeverhältnisse sind anhaltend sehr gut, die sonnigen Wochenenden haben bisher grossteils gefehlt. Die definitive Bilanz zur Wintersaison 2012/2013 ziehen wir Ende April nach Saisonschluss der Bergbahnen Destination Gstaad AG. Skifahren auf dem Glacier3000 ist aber in unserer Region noch bis in den Mai möglich.“

Auch wenn wir jetzt noch nicht im Besitz der März- und Aprilzahlen sind, kann ich für die Wintersaison 12/13 eine positive Bilanz ziehen. Die Schneesportverhältnisse waren während dem ganzen Winter perfekt. Nur das Wetter hätte uns den einen oder anderen Sonnenstrahl mehr bescheren können. Aber wer weiss; vielleicht reisst ja die Wolkendecke während den Osterfeiertagen auf? Oder anders gesagt; es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung bzw. Ausrüstung. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Ostern. Seien sie aktiv, bewegen Sie sich in der Natur und geniessen Sie die möglichen Regentropfen oder Schneeflocken auf ihrer Nase.








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