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Mittwoch, 30. Januar 2013

Ausserordentliche Generalversammung der BDG AG

Die enge Liquiditätssituation hat sich leicht entspannt, die Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG AG) kommt all ihren Verpflichtungen nach und geniesst das Vertrauen der Banken. Dies waren die Kernbotschaften, die Direktor Armon Cantieni anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung am 29. Januar den Zuhörern bekannt gab. Die zentralen Punkte auf der Traktandenliste waren die Neuwahl der Revisionsstelle und die Entlastung des Verwaltungsrats. In beiden Punkten folgte die Versammlung mit eindeutigem Mehr den Anträgen des Verwaltungsrates. Die offizielle Medienmitteilung zur ausserordentlichen GV finden sie hier.  

Auch ich gehörte zu den anwesenden Gästen und vertrat die Aktionärsstimmen von Gstaad Saanenland Tourismus. Die BDG AG – insbesondere deren Direktor Armon Cantieni – hat sich sehr gut präsentiert. Ruhig und sachlich wurde über den aktuellen Geschäftsgang, welcher im Vorfeld der GV die Gerüchteküche brodeln liess, informiert. Mit der Entlastung für den Verwaltungsrat konnte das nötige Vertrauen geschaffen werden, um die nächsten herausfordernden Schritte in Angriff zu nehmen. Eine GV einer Bergbahngesellschaft verläuft selten ohne Nebengeräusche. Zu emotional ist die Thematik, vor allem dann wenn auch zahlreiche öffentliche Gelder mit im Spiel sind. Diese Nebengeräusche gilt es von Seiten der verantwortlichen Organe der Gesellschaft ernst zu nehmen. Die BDG AG tut dies und zwar zusammen mit den wichtigsten Aktionären. Auf Initiative der Gemeinde Saanen wurde ein Prozess in Gang gesetzt, welcher primär zwei Ziele verfolgt:

1. Gestaltung der zukünftigen Bergbahnlandschaft der Destination
2. Öffentlicher Konsens über aktuelle Situation und Entwicklung der BDG AG

Ein Steuerungsausschuss sowie eine dazugehörende Kerngruppe arbeiten seit Januar 2013 an diesen Zielen. Rekrutiert werden die Mitglieder beider Gremien aus den wichtigsten Anspruchsgruppen wie den beteiligten Gemeinden (Saanen, Rougemont, Gsteig, Lauenen, Zweisimmen und St. Stephan), der BDG AG, Gstaad Saanenland Tourismus sowie der Gruppe 5 (eine Formierung der wichtigsten Kleinaktionäre). Beiden Gremien werden von der externen Beratungsgesellschaft Trimea begleitet. 

Es ist für mich eine grosse Ehre – gleichzeitig aber auch eine grosse Verantwortung gegenüber dem Saanenland und unseren Gästen – sowohl im Steuerungsausschuss wie auch in der Kerngruppe mitarbeiten zu dürfen. Ich freue mich auf diese herausfordernde Tätigkeit und bin fest davon überzeugt, dass dieser Prozess unsere Bergbahnlandschaft weiterbringen wird. Dabei wird es von zentraler Bedeutung sein, dass man nach einer ganzheitlichen Analyse und möglichen Sofortmassnahmen eine Vision entwickelt, welche auf den Grundpfeilern des Unternehmertums basiert und unsere Gäste bzw. Kunden in den Fokus rückt.

Kommentare:

  1. Schöner letzter Absatz. Martin. Doch allein mir fehlt der Glaube. Seit 1996 muss ich die Saaner Bergbahnpolitik verfolgen. Berater (Teus) um Berater (Furger) wurden hervorgezaubert. Die Worte waren hochtrabend und die damit verbundenen Erwartungen hoch. Irgendwie scheinen sich die Bergbahnen und das Saanenland nicht zu vertragen. Wünsche Euch viel Glück.

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    1. Lieber Thomas

      Merci für die guten Wünsche. Ich werde die Berater im Auge behalten. Mir ist sehr wohl bekannt, dass Berater oft Meister ihres Faches sind, wenn es um die eloquente und geschmeidige Produktion von heisser Luft geht. Trotzdem haben das Saanenland und die BDG AG diese Chance verdient. Ich bin erst (oder schon!) zwei Jahre Direktor von Gstaad Saanenland Tourismus und habe deshalb den Glauben an eine stimmige Bergbahnlandschaft noch nicht verloren, zumal ich nun aktiv in gewisse Prozesse Einfluss nehmen darf. Es kommt wie es kommen muss, doch wenn es sein muss kämpf ich bis zum Schluss.

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