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Montag, 29. Oktober 2012

Das alte und das neue Tourismusjahr

Ab Oktober weilen bekanntlich viele Touristiker selber im Urlaub. Auch ich verliess für einmal das Saanenland und schnupperte den Duft der grossen weiten Welt. Nun bin ich aber pünktlich zum ersten Schneefall zurück. Der Winter 2012/13 schickte dieses Wochenende seine Vorboten. Dies kurz vor dem neuen Tourismusjahr, das ja bekanntlich bei uns am 1. November beginnt. Zeit, eine erste Bilanz über das diesjährige Tourismusjahr zu ziehen. Der Vergleich zwischen Winter- und Sommersaison bringt Überraschendes zu Tage. Während die Wintersaison 11/12 noch stärker unter der Währungskrise litt, hat sich die Sommersaison 2012 auf Vorjahresniveau stabilisiert. Diese Analyse beruht einzig und allein auf der Zahl der effektiven Hotellogiernächte. Die sehr erfreuliche Umsatzentwicklung in der Parahotellerie (durch GST vermietete Ferienwohnungen) sind hier nicht miteinbezogen. Betrachtet man die europäischen Kernmärkte Deutschland, Frankreich, UK und Benelux (Belgien, Niederlande und Luxembourg), so stellt man ebenfalls fest, dass sich diese Märkte in der laufenden Sommersaison erholt haben. Sie haben insgesamt gegenüber dem Sommer 2011 sogar zugelegt. Waren es zum Beispiel diesen Winter im Vergleich zum Winter 10/11 noch 16.7 % weniger Gäste aus Deutschland, so kamen zwischen Mai und September 6.7 % mehr deutsche Gäste ins Saanenland als im Sommer 2011. Bei den neuen Märkten (Indien, Golfstaaten, China, Brasilien) konnte während dem gesamten Geschäftsjahr eine Steigerung der Logiernächte erzielt werden. Dies obwohl in diesem Sommer deutlich weniger indische Gäste das Saanenland besuchten als im Vorjahr.

Somit lässt sich das Tourismusjahr 2011/2012 damit zusammenfassen, dass sich die Lage wohl stabilisiert hat und der Tiefpunkt erreicht ist. Unsere budgetierten 8 % Minus haben wir zum Glück nicht erreicht. Im Direktreservationsumsatz konnten wir uns gegenüber dem Vorjahr sogar leicht verbessern. Dies ist vor allem der Offensive im Bereich der Ferienwohnungsplattformen zu verdanken. Die allgemeine Lage bleibt jedoch instabil. Die Aussichten sind nach wie vor verhalten pessimistisch. Die Branche sowie die allgemeinen Wirtschaftsprognosen sehen das Jahr 2013 noch als Übergangsjahr. Erste Prognosen aus unserer Reservationsabteilung für die kommende Wintersaison zeigen jedoch zumindest für die vom GST vermittelten Ferienwohnungen einen positiven Trend. In allen Wintermonaten liegen die bereits getätigten Buchungen über dem Vorjahresstand. Das nachfolgende Bild wurde heute Morgen in Richtung Hornfluh aufgenommen. Es lässt auf einen märchenhaften Winter hoffen. Perfektes Wetter und ideale Schneesportverhältnisse gewichten in einer Wintersaison weit mehr als Währungsschwankungen und wirtschaftliche Unsicherheiten.


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