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Sonntag, 1. April 2012

Das Zauberwort heisst Drittwohnung

Den guten Beziehungen zum ehemaligen Tourismusdirektor von Gstaad und heutigem Reka-Direktor Roger Seifritz ist es zu verdanken, dass das Saanenland möglicherweise ein interessantes Schlupfloch aus der drohenden Zweitwohnungs-Limitierung gefunden hat. Gegenwärtig verhandelt Gstaad Saanenland Tourismus mit Roger Seifritz über eine Kooperation mit den Reka-Dörfern. Infolge einer neuen strategischen Ausrichtung sah sich die Reka gezwungen, das Businessmodell der Reka-Dörfer zu überdenken. Zu diesem Zweck wurden die Feriendörfer Urnäsch und Morschach als Pilotorte ausgesucht, um zusammen mit Gstaad Saanenland Tourismus die neue Kooperation zu entwickeln und umzusetzen.

Nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative habe ich eine adhoc-Expertengruppe zusammengestellt, um einen Plan B zu entwickeln. Dabei sind wir auf ein interessantes Businessmodell gestossen, welches für beide Vertragsparteien nur Vorteile bringt. Sowohl in der Gemeinde Morschach wie auch Urnäsch liegt der Zweitwohnungsanteil weit unter 20 %. Genau darin liegt die Lösung für künftige Zweitwohnungsbesitzer im Saanenland. Das Zauberwort heisst Drittwohnung. So können Interessenten, die mit einer Ferienwohnung im Saanenland liebäugeln, zuerst eine Zweitwohnung in einem der Reka-Dörfern zu Sonderkonditionen erwerben und danach problemlos im Saanenland ihr Wunschobjekt kaufen. Denn grundbuchamtlich gilt diese dann als Drittwohnung und fällt so nicht in den Geltungsbereich der Weber-Initiative.

Mit dem Verkauf der Zweitwohnungen in Urnäsch und Morschach kann die Reka neue finanzielle Mittel generieren, um sich damit vermehrt dem schwierigen Auslandsgeschäft zu widmen. Gleichzeitig bleiben aber auch die warmen Betten an den Reka-Standorten nach wie vor professionell durch die Reka bewirtschaftet. Der neue Eigentümer benutzt ja dann vornehmlich seine Drittwohnung im Saanenland. Gstaad Saanenland Tourismus erhält durch die Vermittlung der Wohnungen ebenfalls zusätzliche finanzielle Mittel, die dann primär einem nachhaltigen Tourismusmarketing für das Saanenland zu Gute kommen werden.

„Das Modell ist revolutionär und visionär zugleich und hat das Potential, als Meilenstein in die Geschichte der Schweizer Tourismusentwicklung einzugehen." so Roger Seifritz. Wir von Gstaad Saanenland Tourismus freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit der Reka und stehen auch gerne beratend für andere Destinationen in den Schweizer Bergkantonen zur Verfügung. Denn wir sind überzeugt, dass unser Beispiel Schule machen wird.

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