Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Freitag, 30. März 2012

Ein herzliches Dankeschön an die Gemeinden Saanen, Lauenen und Gsteig

Mit dem heutigen Ja an der Gemeindeversammlung in Saanen wurde die sogenannte „Marketing-Push-Initiative“ von Gstaad Saanenland Tourismus (GST) nun von allen drei Gemeinden angenommen. Während drei Jahren kann nun das Marketing-Budget vom GST um rund CHF 600‘000.— pro Jahr erhöht werden.

Die Destination Gstaad hat in den vergangenen zehn Jahren durch sehr hohe Investitionen in verschiedenen Bereichen bedeutende Attraktivitätsfortschritte gemacht. In den kommenden Jahren wird die Anziehungskraft des Gesamtproduktes Gstaad-Saanenland weiter zunehmen durch einen weiterhin hohen Investitionsrhythmus. Die Ferienregion gehört damit zu den derzeit am besten aufgestellten Tourismusdestinationen der Schweiz.  

Der Attraktivitätsfortschritt beeinflusst die Nachfrage nach dem Produkt Gstaad grundsätzlich positiv. Mehr Attraktivität bedeutet nämlich bessere Mund-zu-Mund-Werbung durch Gäste. Die gestiegene Anziehungskraft ist allerdings nicht automatisch gleichbedeutend mit einer nachhaltig besseren Auslastung der vorhandenen Kapazitäten. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Marketing-Schlagkraft der Destination mit dem Attraktivitätsfortschritt mithalten. Dies ist jedoch noch nicht der Fall. Die Marketingwirkung gegenüber Mitbewerbern nahm in den letzten Jahren tendenziell ab.

Gstaad Saanenland Tourismus als Träger des Destinationsmarketings kämpfte bislang mit strukturell unzureichenden finanziellen Mittelbeständen, um den Attraktivitätsfortschritt in Auslastung umzumünzen. 81% der Marketingmittel waren fix gebunden für Aufgaben des Basismarketings. Lediglich CHF 300‘000.- standen für nicht jährlich verplante Aufgaben zur Verfügung. Damit konnten fünf zentrale Aufgabenfelder nicht oder nur unzureichend abgedeckt werden:
  • Saisonrandkampagnen im Markt Schweiz
  • Mehr Wirkung im Online-Marketing
  • Das Erreichen einer wahrnehmbaren Präsenz in den drei europäischen Schlüsselmärkten Deutschland, Frankreich und Grossbritannien (85% der Übernachtungen
  • Zielgruppenspezifisches Marketing in den Zielmärkten der Premium-Anbieter der Destination (Aufbau neuer Märkte)
  • Ausbau des internationalen Markenschutzes
Um diese Zielsetzungen nachhaltig zu erreichen, ist ein integrativer Lösungsansatz auf vier Schienen erforderlich:
  • Eine deutlich wahrnehmbare, aber befristete Offensive (Marketing-Push) soll den erreichten Attraktivitätsfortschritt der Destination im Rahmen eines Dreijahresprogrammes von jährlich CHF 600‘000.- unterstützen und aktiv zur Verkaufsförderung beitragen. Die drei Gemeinden Saanen, Lauenen und Gsteig haben die Vorlage angenommen. Herzlichen Dank für das Vertrauen. Zweisimmen Tourismus als Kooperationspartner von Gstaad Saanenland Tourismus wird eine ähnliche Vorlage prüfen.
  • Durch Reorganisation und Entschlackung im GST können Mittel für das Marketing freigesetzt werden. Dies ist ein laufender Prozess im operativen Geschäft und wird regelmässig reflektiert.
  • Im Sinne einer gleichzeitigen besseren Absicherung der für die Destination aus Markenoptik und Wertschöpfungsgründen bedeutsamen Events (Beachvolleyball, Tennis, Menuhin, etc.) wurde bei der Gemeinde Saanen der existierende Fonds Events erhöht. Gleichzeitig wurde der GST von seiner finanziellen Beitragspflicht an die Top-Events entbunden. Diesem Antrag hat die Gemeinde Saanen bereits im 2011 zugestimmt. Somit wurden auch da finanzielle Mittel fürs Marketing freigesetzt. 
  • Die neu zu gründende Marketing-AG des Kantons Bern wird vornehmlich ein touristisches Basismarketing für den Kanton Bern übernehmen. Dadurch werden die Destinationen in ihrem Marketing-Budget massiv entlastet und können die dadurch frei gewordenen Mittel fokussierter einsetzen. Gstaad Saanenland Tourismus ist stark in den Prozess eingebunden und wird sich ebenfalls an der Marketing-AG beteiligen, welche im 4. Quartal 2012 ihre operative Tätigkeit aufnehmen wird. http://www.vol.be.ch/vol/de/index/wirtschaft/tourismus_regionalentwicklung/aktuell/tourismusentwicklungsgesetz.html
Mit diesem integrativen Ansatz wird die Destination Gstaad für die jetzigen und kommenden Herausforderungen gerüstet sein. Gegenwärtig wird das bestehende Marketing-Konzept überarbeitet und an die neue Ausgangslage angepasst. In weiser Voraussicht wurde die Marketingabteilung bereits im Vorfeld strukturell auf die zusätzlich möglich gewordenen Aufgaben eingestellt und auch personell verstärkt. Denn mehr Marketing-Geld heisst primär nicht, dass nun mehr Gstaad-Inserate die Plakatwände im In- und Ausland schmücken. Neue Aufgaben brauchen auch mehr Manpower. Über die strukturellen und strategischen Änderungen im Marketing GST berichte ich gerne in einem meiner nächsten Beiträge.

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