Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Mittwoch, 29. Februar 2012

Das Tourismusjahr 2010/2011

Gstaad Saanenland Tourismus blickt trotz Euro-Krise, Frankenstärke und einem niederschlagsarmen Winter 10/11 auf ein befriedigendes Tourismusjahr zurück. Nimmt man eine der wenigen Messgrössen in der Tourismusbranche, die Logiernächtestatistik, zur Hand, so stellt man fest, dass die Destination im letzten Tourismusjahr lediglich eine Einbusse von – 0.5 % (Ferienwohnungen und Hotellerie kumuliert) zu verzeichnen hat. Betrachtet man allerdings die Hotellogiernächte-entwicklung isoliert, so ist ein Minus von rund 7.3 % hinzunehmen. Dies ist vornehmlich auf die rund sechsmonatige Schliessung wegen Umbaus eines grossen Leistungsträgers sowie auf den nachvollziehbaren Rückgang bei Besuchern aus den europäischen Schlüsselmärkten zurückzuführen.
In Gstaad dauert das Tourismusjahr – wie in den meisten anderen Destinationen auch – jeweils von Anfang November bis Ende Oktober. Nach dem 31.10. werden sämtliche Abschlüsse getätigt, die Jahresrechnung erstellt, eine Revision durchgeführt, der Geschäftsbericht erstellt und die Hauptversammlung abgehalten. Die nächste findet am 20.3.2012 und blickt auf das Tourismusjahr 2010/2011 zurück. Nachfolgend ein paar Meilensteine aus dieser Berichtsperiode:
  • Selektion und Einarbeitung neuer Direktor
Die Kündigung von Direktor Roger Seifritz stellte den Vorstand anfangs des Geschäftsjahres vor eine grosse Herausforderung. Es ging darum, einen Nachfolger zu bestimmen. Dieses Ziel konnte nicht einfach nur mit einem Inserat und darauffolgenden Vorstellungsgesprächen abgewickelt werden. Es benötigte vielmehr einen mehrstufigen Prozess. Dieser wurde professionell begleitet. Es war von zentraler Bedeutung, dass der Vorstand GST die Entscheidung unabhängig fällen konnte. Am 24.1.2011 fiel die Wahl auf mich (zu meiner besonderen Freude war das Votum einstimmig). In mehr als 10 Einarbeitungsmeetings ermöglichte Roger Seifritz einen nahtlosen Übergang, der am 1.5.2011 offiziell wurde.
  • Umsetzung Leitbild: der «Regionsvertrag 2020+»
In der Hauptversammlung vom 16. März 2010 gab sich der Verein GST ein neues Leitbild. Seither wurde kontinuierlich daran gearbeitet, dieses mit Leben zu füllen und dem Ziel eines «Regionsvertrages» näher zu kommen. Im April 2011 haben Teilnehmer aus Vorstand und Geschäftsleitung GST mit Vertretern der zentralen Anspruchsgruppen aus der Region (Gemeinden, Hotelierverein, Gewerbeverein, Bergbahnen, Landwirtschaft, Schnee- und Bergsport, Events sowie Privatschulen) ein Bekenntnis zur Initiative «Gstaad 2020+» abgegeben. Alle sind gewillt, gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft der Destination mitzuarbeiten. In Workshops wurde gemeinsam an der Vision, Mission und Handlungsansätzen gearbeitet. Der Prozess läuft auch im Geschäftsjahr 2011/2012.
  •   Reorganisation
Im Sommer 2011 wurden anlässlich des Ausscheidens eines Mitglieds der Geschäftsleitung die Bereiche Gästeberatung/Tourismusbüros und Info Center/Reservation zum neuen Bereich Guest Relations zusammengelegt. Die Geschäftsleitung wurde von 6 auf 5 Mitglieder reduziert. Die neue Struktur hat wesentlich zur Erfüllung des GST-Jahresziels „Entschlackung» beigetragen. Arbeitsabläufe wurden geprüft, Doppelspurigkeiten ausgemustert. Unter einheitlicher Führung kann nun die Service-Qualität gesteigert werden.
  • Erhöhung der Marketingmittel
GST hat es sich zum Jahresziel gesetzt, in einem integrierenden Vorgehen die Marketingmittel zu erhöhen. Zunächst wurden mit Einsparungen GST intern mehr Mittel fürs Marketing freigesetzt. Ausserdem erhofft sich GST eine Entlastung des Marketing-Budgets durch das revidierte Tourismusentwicklungsgesetz des Kantons Bern, welches die Gründung einer kantonalen Marketing-AG vorsieht. Eine Entlastung stellt auch die Übereinkunft mit der Gemeinde Saanen dar, dass die finanziellen Beiträge an die 6 Top Events künftig direkt von der Gemeinde entrichtet werden. Bei den Gemeinden Saanen, Lauenen und Gsteig wurde zudem ein Antrag für einen für drei Jahre befristeten «Marketing-Push» gestellt. Diese zusätzlichen Mittel sollen bei der Erreichung folgender Ziele massgeblich unterstützen:
    • Mehr Schlagkraft im Onlinemarketing in bestehenden und neuen Märkten
    • Mehr Schlagkraft bei Saisonrandkampagnen
    • Erreichen einer aktiven Präsenz «Verkaufsförderung» in Schlüsselmärkten
    • Mehr Schlagkraft im exklusiven Angebotsbereich in Wachstumsmärkten (für GST neue Märkte)
    • Intensivierung des Markenschutzes und der Markenverwertung 
Die Gemeinden Lauenen und Gsteig haben dem Antrag bereits stattgegeben. Bei der Gemeinde Saanen kommt die Vorlage am 30. März 2012 vor die Gemeindeversammlung.
  
Sie sehen, liebe Leser, auch im Tourismusjahr 2010/2011 ist in unserer Organisation einiges passiert. Weitere, ausführlichere, Informationen finden Sie in unserem Geschäftsbericht unter http://www.gstaad.ch/de/page.cfm/Medien/Geschaeftsberichte

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