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Freitag, 30. Dezember 2011

Wechselwirkung

Meine ersten 7 Monate als Direktor von Gstaad Saanenland Tourismus liegen nach dem Jahreswechsel hinter mir. Ich erlebte eine spannende erste Sommersaison, die im Zeichen der Euroschwäche und der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung leider nicht zu den herausragenden Saisons gehört hat. Es folgte ein versöhnlicher Herbst, welcher unsere Gäste mit Traumwetter bis weit in den November hinein beglückte. Es begann das Zittern um die weisse Pracht, die sich dann aber pünktlich auf Mitte Dezember im Saanenland breit machte. Tagtäglich macht es mir eine riesen Freude, durch die verschneite Promenade von Gstaad zu meinem Büro zu stapfen. Möge uns der Winter noch ein paar Monate ein treuer Begleiter sein.


Im Frühling kann ich dann auch definitiv Bilanz über mein erstes Jahr im Saanenland ziehen. Warum es ein Jahr braucht, bis man sich in Gstaad ins neue Amt eingearbeitet hat, kann ich inzwischen sehr gut nachvollziehen. Am Anfang hatte ich durchaus eine Vorstellung vom klassischen Rollenverständnis eines Kurdirektors. Heute weiss ich, was es tatsächlich bedeutet, einer zu sein. Bei dem intensiven und vielseitigen Pensum, was es zu bewältigen gilt, stelle sich früher oder später Demut und Respekt gegenüber dem Saanenland und seiner Bevölkerung von selbst ein. Unheimlich dankbar bin ich deshalb meinem motivierten und hilfsbereiten Team beim GST, welches mich immer wieder in die richtige Balance bringt. Ebenfalls dankbar bin ich für das Feedback der rund „7000“ Tourismusexperten in der Region. Es trägt zu meiner Erkenntnis bei, dass es in meiner Tätigkeit essentiell ist, das Saanenland in seiner Ganzheitlichkeit möglichst komplett zu erfassen. Nur so kann es gelingen, die touristischen Weichen für die Zukunft in die richtige Richtung zu stellen.

Subjektiv betrachtet ist es immer ein bisschen schwieriger, für sich konkrete Erfolge der ersten 7 Monate auszumachen. Fakt ist aber, dass eine umfangreiche Umstrukturierung bei Gstaad Saanenland Tourismus so gut wie abgeschlossen ist, im Weiterentwicklungsprozess unter dem Titel „Gstaad 2020+“ bereits deutliche Impulse gesetzt wurden und eine neue Marketing-Ausrichtung mit der dazugehörigen Mittelbeschaffung demnächst an den Start gehen kann. Blicke ich auf unsere Mitbewerber, so stelle ich fest, dass die Marketing-Decke vom GST relativ dünn ist. In den vergangenen 7 Monaten wurde aber intensiv daran gearbeitet, diesen Umstand zu verbessern. Ein Ergebnis davon, ist nun auch die Intensivierung der Social-Media-Aktivitäten und damit die Wiederaufnahme des „MrGstaad-Blogs“, in dem ich in unregelmässigen Abständen Themen aus den Bereichen Tourismuspolitik, Angebotsentwicklung, aber auch persönliche Aspekte aufgreifen werde, um den Lesern einen Einblick in meinen Alltag zu gewähren. Ich freue mich, wenn dieser Blog bei den Lesern gut ankommt.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen fröhlichen Jahreswechsel und nur das Beste fürs 2012. Bis bald auf dieser Plattform.

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