Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Sonntag, 12. Dezember 2010

Des Ratings wahrer Kern

Es ist Vorweihnachtszeit und damit die hohe Zeit der Ratings. Fast täglich werden wir mit irgendwelchen Bewertungen und Tests konfrontiert. Geprüft wird dabei alles, vom Weihnachtsschinken bis zum Skischuh, vom Lady-Rasierapparat bis zur Bankdienstleistung und natürlich kommen auch Skigebiete und Wintersport-Orte an die Reihe. Ob solche Tests immer auch halten, was sie versprechen?

In einer kürzlich in den Schweizer Medien veröffentlichten Wintersport-Studie der Beratungsfirma Mountain Management erfährt man Überraschendes. Unter den Top Ten der vierzig gefragtesten Skigebiete der Alpen sollen sich ausgerechnet die beiden Schweizer Aushängeschilder Zermatt und St. Moritz nicht befinden, dafür zum Beispiel das Haslital und die Aletsch-Arena. Gstaad schaffte es gerade einmal auf Rang 20. Frust also bei den Betroffenen? Grundsätzlich freut sich natürlich jeder, der in einer Bewertung oben aus schwingt. Denn Ratings sind gewissermassen ein Gütesiegel und helfen im Verkauf. Ratings gibt es aber auch fast wie Sand am Meer. In der breiten Bevölkerung sind sie deshalb rasch wieder vergessen.

Die Moral von der Geschichte: Freue Dich ob der guten Bewertungen und nütze diese konsequent aus. Im Winter 2010/11 sind dies zum Beispiel das hervorragenden Langlauf-Rating des deutschen Automobilclubs ADAC ("Gstaad gehört zu den 3 besten Langlaufdestinationen der Alpen") oder die fantastischen Hotelratings der Destination (BILANZ, SONNTAGSZEITUNG). Und übrigens: Im erwähnten Rating wird vor allem bemängelt, dass in Gstaad neben der Piste wenig laufen soll. Hier stellt sich einmal die Frage, ob dieses Element für das Publikum der Ferienregion Gstaad wirklich relevant ist. Zudem scheint dieser Aspekt durchaus auch anders bewertet zu werden. In einer Leserumfrage von "20minuten" schafft es Gstaad auch in diesem Bereich unter die Top Ten.

Text: Roger Seifritz

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