Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Freitag, 9. Juli 2010

Der höchste Strand der Welt

Es ist schon erstaunlich. Eine Alpin-Destination sichert sich vor über 10 Jahren in der Trendsportart Beach Volleyball exklusiv für die Schweiz ein World Tour-Turnier und steigert dessen Attraktivität von Jahr zu Jahr. Inzwischen begrüsst das SWATCH FIVB World Tour Gstaad Grand Slam ca. 60'000 Besucher jährlich. An die Anfänge erinnere ich mich noch gut. Mit wenig Know how in diesem Sport, dafür mir umso mehr Mut, Einsatz und Willen schaffte es die Crew rund um den umtriebigen Turnierchef Ruedi Kunz, vom internationalen Verband eine World Tour Lizenz zu ergattern - trotz damals geringer Unterstützung des nationalen Verbandes. Ich erinnere mich auch noch an unseren symbolischen Beach Volleyball Kick off Match an einem kalten Winterabend auf dem tief verschneiten Turnierareal mitten in Gstaad, zur gegenseitigen Beschwörung unseres Willens.

Nach über 10 Jahren und sogar einer Weltmeisterschaft (2007) ist das Beach Volleyball World Tour-Turnier ein tragender Bestandteil im Sommerprogramm der Ferienregion Gstaad. Die anfänglichen Kritiker sowie diejenigen, die die Initianten damals belächelt haben, sind weitgehend verstummt. Das Turnier wird durch die grosse Mehrheit der lokalen Bevölkerung aktiv mitgetragen. Es ist nicht einfach nur ein Event, sondern inzwischen für viele ein Identifikationspunkt. Die Tatsache, dass Beach Volleyball nur bedingt zum Image der Marke Gstaad passt und die Hotels (noch) nicht vollständig füllt, ist dabei eher nebensächlich. Denn immerhin spielt sich das Turnier auf höchstem internationalem Niveau ab und bringt Jahr für Jahr zu einem Zeitpunkt Auslastung in die Region, der ohne dieses Turnier bedeutend flauer wäre. Und Hand auf's Herz: Etwas Strand-Feeling schafft Emotionen, die gut tun.

Text: Roger Seifritz

1 Kommentar:

  1. Eines der schönen Beispiele dafür, dass es sich lohnt, an (auch scheinbar verrückte) Ideen zu glauben und diese gegen die stereotypen «Geht-nicht»-Wiederstände durchzuboxen.

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