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Freitag, 4. Dezember 2009

Polanski-Fieber und Diskretion

Der Entscheid Roman Polanskis, seine Auslieferungshaft gegen Kaution in seinem Gstaader Chalet zu verbringen, wirft sehr hohe Wellen. Gstaad hat zwar viel Erfahrungen mit Medien, aber nicht auf diese Art. Annähernd 200 Journalisten verwandeln Gstaad in der Woche bis zur Auslieferung in ein Bienenhaus. Die Einheimischen meiden den Gang in die Gstaader Promenade, um unbehelligt von Kameras und Mikrofonen zu bleiben.

Was am 4. Dezember, dem Tag der Ankunft von Roman Polanski um dessen Chalet abläuft, kann nicht anders als krass bezeichnet werden. Gegen 150 Journalisten und Paparazzi warten auf das entscheidende Bild, das ihnen nicht gelingt. Insgesamt erscheint mir das Spektakel als ein schlechtes Beispiel, wie Medien heute funktionieren und absolut entwürdigend für Roman Polanski.

Die am meisten an mich gestellte Frage lautet, ob diese Medienpräsenz nun eher nutzt als schadet. Diese kann eigentlich nur so beantwortet werden: Gstaad erhielt dadurch eine mediale Präsenz, die Personen erreicht, die bisher nicht einmal wussten, dass es Gstaad überhaupt gibt, was grundsätzlich positiv zu werten wäre. Auf der anderen Seite der Waagschale gefährdet das Theater den Ruf Gstaads, seine Gäste stets diskret zu beherbergen. Dies könnte sich durchaus auch negativ auswirken.

Text: Roger Seifritz

Kommentare:

  1. Wenigstens lag Schnee als die Medienhaie da waren. Und das mitte Dezember. die ganze Welt hats gesehen. Amerika sei dank, Bankgeheimnis, Polanski und immer weiter schön Coca-Cola drinken.

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  2. Betreff Kommentar von anonym. „Wenigstens lag Schnee als die Medienhaie da waren“. Dieser war von mir ich will meine Meinungen nie anonym kund tun, denn es sind meine Meinungen. Grüessli jürg

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