Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Montag, 26. Juni 2017

Der neue MrGstaad!


Für diejenigen welche bis heute geglaubt haben, dass ich mir den Namen „MrGstaad“ selbst zugelegt habe, nochmals den Link auf einen Blogbeitrag aus dem Jahre 2013. Dort drin steht geschrieben, wie dieser Blog-Channel entstanden ist. Ob mein Nachfolger diesen Blog weiterführen wird, wird sich noch zeigen. Sicherlich wird er aber von einigen innerhalb und ausserhalb der Destination automatisch als neuer MrGstaad bezeichnet.

Kein Unbekannter in der Tourismusbranche

Nach über 6 Jahren im Amt des Tourismusdirektors für die Destination Gstaad Saanenland ist bald Schluss für mich. Die Stabsübergabe an meinen Nachfolger erfolgt im Spätsommer 2017. Offiziell erfolgt der Stellenantritt am 1.10.2017.

Er kam, sah und siegte. Es freut mich ausserordentlich, dass mit Sébastien Epiney ein versierter und qualifizierter Kenner und Akteur der Tourismusbranche diese wundervolle Funktion nach mir ausüben wird. Herzliche Gratulation Sébastien!

Handshake anlässlich der Medienmitteilung

Sébastien kann nicht nur schneller den Berg hochrennen – er war unter anderem Medaillengewinner an den Berglauf-Europameisterschaften – als ich, er ist auch schon viel länger in der Tourismusbranche tätig. Im zweiten Drittel seiner beruflichen Karriere setzt er nochmals einen drauf und stellt sich der Herausforderung, eine der renommiertesten alpinen Destinationen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Für diese verantwortungsvolle und schöne Aufgabe wünsche ich Dir schon jetzt alles erdenklich Gute, viel Freude und Erfolg!

Mit diesem Blog-Beitrag komme ich exakt auf 150 Beiträge. Eigentlich eine schöne Zahl, um aufzuhören. In all den Jahren war es mir stets ein Vergnügen, im Durchschnitt zweimal pro Monat, ein paar Insights aus der Destination preiszugeben. Ich hoffe, Sie fanden diese Art der Kommunikation unterhaltsam und lehrreich zugleich. Für ihre Treue und ihr Interesse danke ich Ihnen und wünsche Ihnen alles Gute, ob mit oder ohne MrGstaad!

Man sieht sich immer mindestens zweimal im Leben!




 Martin Bachofner

Freitag, 19. Mai 2017

Winterbilanz 16/17

Blick aus meinem Büro auf die Gstaader Promenade, 19.5.2017, 11.00 h

Das schöne Frühlingswetter macht heute für einmal Pause. Ideal, um nochmals kurz auf die vergangene Wintersaison 16/17 einzugehen.

Erneut liegt die gesamte Destination Stand Ende April 2017 hinter dem Vorjahr. Von November – April verliert die Destination rund 0.6 Prozent an Logiernächten in der Hotellerie. Der schleichende Rückgang setzt sich also fort. Wir hatten nun das dritte Jahr in Folge, wo ein sehr schwacher Winterstart (klimatisch in Bezug auf den ausbleibenden Schneefall) das Buchungsverhalten unserer Gäste massiv beeinflusst hat. Fehlen dann im Januar und Februar auch noch die sonnigen und schneereichen Wochenenden lässt sich ein schwacher Winterstart kaum mehr kompensieren. Dies gilt sowohl für das Bergbahngeschäft, als auch für die Hotellerie. Letztere ist aber im Falle des Saanenlandes weniger direkt davon betroffen. Zahlreiche Gäste des Saanenlandes erfreuen sich an diversen Alternativen zum klassischen Skisport. So waren im vergangenen Winter erneut das Langlaufen und das Winterwandern hoch im Kurs. Eine echte Nische bietet sich mit dem Fatbiken. Diese trendige Sportart konnte im letzten Winter erneut medienwirksam in Szene gesetzt werden. Natürlich auch dank unserem Aushängeschild, dem Snowbike Festival Gstaad.

Nov 16 – Apr 17, Logiernächte Hotellerie kumuliert

Erstmals seit mehreren Jahren mussten auch unsere östlichen Nachbarn im Tirol feststellen, dass die Nachfrage nach Wintersportferien nicht endlos ist
. Es fällt zudem auf, dass erstmals seit einigen Jahren der Zustrom von Gästen aus der Schweiz markant abgenommen hat. Dieses Resultat dürfte einigen Touristikern Sorgenfalten in deren Gesichter zeichnen. Es bestätigt sich, dass das Modell des klassischen Wintersport-Tourismus gründlich analysiert werden muss, um den aktuellen und künftigen Bedürfnissen unserer Gäste besser entsprechen zu können. Am Ende des Tages sind die Herausforderungen für den gesamten Alpenbogen die gleichen, Landesgrenzen hin oder her.

Trotzdem können auch positive Schlüsse aus dem vergangenen Winter gezogen werden. Aufgrund des Februar-Benchmark lässt sich feststellen, dass wir – sofern Angebot und Bedingungen stimmen – durchaus noch zulegen können. Der absolute Februar-Überflieger ist Saas Fee mit einer Zunahme von rund 26 %. Ein fantastischer Wert, welcher sich im Übrigen durch den ganzen Winter hindurch gezogen hat. Herzliche Gratulation von meiner Seite zu diesem herausragenden Resultat!

Benchmark nach politischen Gemeinden, Februar 2017 vs. Vorjahr
Quelle: Bundesamt für Statistik sowie TTR

Nun freuen wir uns aber auf die bevorstehende Sommersaison 2017. Diese wird – logiernächtemässig – sehr gut ausfallen. Davon bin ich überzeugt. Die Prognosen dafür stehen nämlich gut. Kommt hinzu, dass die Destination wiederum mit hervorragenden Events (Beach, Menuhin, Tennis Ladies, Tennis Men, Polo, Countrynight) aufwarten kann. Aber auch neue Events, wie bspw. das Zelt, sorgen dafür, dass unsere Gäste im Saanenland voll auf ihre Kosten kommen. Das kumulierte Minus von 0.6 % Stand Ende April 17 könnte sich daher schon bald in ein Plus verwandeln. Will ich doch mein letztes Geschäftsjahr als MrGstaad mit einem positiven Ergebnis abschliessen.

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