Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Freitag, 20. Januar 2017

Eine von uns!


Weiter so, Natalie

An der diesjährigen Tour de Ski hat Natalie von Siebenthal mit einem achten Gesamtrang für das bisher beste Damenresultat aus Schweizer Sicht gesorgt. Uns freut es sehr, dass unsere Botschafterin so gut unterwegs ist. Es freut uns aber noch viel mehr, dass sie in der strengen Weltcup-Saison auch hin und wieder Zeit findet, um uns in unseren Bestrebungen für den Langlaufsport im Saanenland zu unterstützen. Sie tat dies bereits im letzten Jahr, als wir mit ihr die „Natalie von Siebenthal Trainingsloipe“ im Turbach eröffnen durften. Auf den Tag genau ein Jahr später können wir nun mit ihr in unserer Destination eine weitere Langlauf-Produktinnovation lancieren. In Schönried wurde diesen Mittwoch die erste permanente Langlauf Cross Loipe der Schweiz eröffnet. Ein Trainingsparcours, der in etwa mit einem sog. „Pump Track“ für Mountain Biker vergleichbar ist. Er schult die Technik, die Geschicklichkeit und die koordinativen Fähigkeiten und dies mit einem grossen Spass- und Erlebnisfaktor.

Ein grosses Merci an Cornelia Frautschi

Initiiert wurde das Projekt von Cornelia Frautschi vom Skiclub Schönried. Sie hat es dann in Zusammenarbeit mit Gstaad Saanenland Tourismus und der Dorforganisation Schönried auch umgesetzt. Sehr dabei geholfen hat natürlich auch Frau Holle. Der viele Schnee, welcher in den letzten Tagen gefallen ist, hat die Präparation des Parcours wesentlich erleichtert. Dieses Zusammenspiel der Leistungsträger mit den Tourismusinstitutionen ist für eine positive Destinationsentwicklung matchentscheidend. Konstruktiv kommt ein Input von der Basis zur Produktverbesserung, kooperativ wird dieser Input dann umgesetzt. Herzlichen Dank Cornelia für die Initiative, herzlichen Dank dem Team für die erfolgreiche Umsetzung!

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Langlauf boomt, mitunter auch dank unseren Aushängeschildern wie Dario Cologna oder eben auch Natalie von Siebenthal. Immer mehr Gäste entdecken diesen gesunden Sport und sehnen sich nach neuen und innovativen Angeboten inmitten einer Winterwunderlandschaft. Unser Langlaufangebot in der Destination ist vielseitig, umfangreich und absolut schneesicher. Mit dem Gebiet «Sparenmoos» hat man eine 95 prozentige Naturschneesicherheit. Dies wurde während dieser Festtagsperiode mit viel Fleiss und Willen unter Beweis gestellt, als mit einer Restschneemenge eine Loipe präpariert werden konnte. 100 prozentige Sicherheit hat man auf dem Glacier3000, wo in schneearmen Perioden ein Loipenangebot besteht. Trotzdem werden wir uns für die Zukunft überlegen, auch irgendwo im Tal ein schneesicheres Angebot zu entwickeln. Die Nachfrage aus Gästesicht ist dafür vorhanden. Wir prüfen zurzeit die Möglichkeit einer künstlichen Beschneiung und hoffen, dass wir bereits auf die kommende Wintersaison 17/18 mit einer entsprechenden Neuerung aufwarten können.

Für Gross und Klein

Doch geniessen wir momentan das Loipenparadies Saanenland und vergessen wir dabei das Wachsen nicht. Bei diesen kalten Temperaturen eindeutig von Vorteil, wie ich selbst schon erfahren durfte. Wenn Du bei Minus 15 Grad die Ski nicht gewachst hast, kannst Du auch gleich zu Fuss gehen.

Dienstag, 17. Januar 2017

Ein Weltstar in Saanen


Dienstag, 10.1.2017, 09.00 Uhr, Haus des Gastes in Gstaad. Der Andrang ist vergleichbar mit demjenigen als uns Roger Federer das letzte Mal 2013 beehrte. Doch dieses Mal handelte es sich nicht um einen weiteren Tennisspieler, welcher seine Aufwartung für das Turnier im Juli 2017 ankündigte, sondern um einen Weltstar des klassischen Gesangs, Andrea Bocelli. Der Tenor besuchte das Saanenland und gab am Freitag, den 13.1.2017 ein Konzert in der Kirche Saanen. Dieses einmalige Erlebnis wurde nur möglich, weil ein „Freund von Gstaad“ etwas Gutes für die Region tun wollte. Er tat dies in zweierlei Hinsicht; erstens lud er Andrea Bocelli ein und zweitens war das Konzert in der Kirche kostenlos und frei zugänglich (im Rahmen des verfügbaren Platzangebots). Für diese äusserst liebevolle und generöse Geste bleibt mir nichts anderes übrig, als von ganzem Herzen für dieses einmalige Erlebnis zu – und ich tue es sehr sehr gerne – danken. Für einen Tourismusdirektor gibt es nichts Schöneres als die Gewissheit, dass es Fans und Freunde der Region gibt, die schier Unmögliches möglich machen. Dies aus voller Überzeugung und Liebe zur Destination. Dass sie dies dann auch noch mit möglichst vielen Menschen teilen möchte, zeichnet sie umso mehr aus.

Ein neuer Rekord hinsichtlich Besucher-Frequenzen

Leider war am vergangenen Dienstag die Nachfrage grösser als das Angebot und einige in der Warteschlange gingen leer aus. Die beschränkte Anzahl Tickets führte zu vielen Beschwerden und Unmut bei Gästen und Einheimischen. Das Schalterteam musste sich einige unschöne Bemerkungen anhören. Doch unser Team nahm es gelassen und hat den Ansturm mit einer tollen Leistung und einem freundlichen Lächeln bewältigt.
Auch ich konnte am besagten Konzert nicht teilnehmen. Dies aufgrund einer beruflichen Abwesenheit. Gstaad Saanenland Tourismus war aber vertreten. Unsere Ticketing-Verantwortliche, Andrea Wehren, wohnte dem Anlass bei und lies mir den nachfolgenden Augenzeugenbericht zukommen. Herzlichen Dank Andrea!
„Was für einen Start in dieses schneereiche Wochenende! Das Saanenland glich einem wunderschönen Winter Wonderland – endlich ist der grosse Schnee da! Der Höhepunkt vom heutigen Tag fand jedoch in der Kirche Saanen statt. Die Gäste strömten am Freitagabend gegen 17.00 Uhr voller Vorfreude in die Kirche Saanen. Alle Stühle und Bänke waren bis zum letzten Platz besetzt. Bocelli verzauberte die Zuhörer mit seiner Tenorstimme und sang weltbekannte Hits wie „Ave Maria“ oder „The Prayer“.

Ein Weltstar besucht das Saanenland

Den über 700 Besuchern wurden insgesamt neun Lieder vorgetragen und alle - von jung bis alt - genossen einen wundervollen Konzertabend. Nach Sartori‘s „Time to say goodbye“ wollte das Publikum mit Jubeln fast nicht mehr aufhören. Der Star, seine Violinistin und der Pianist wurden mit einer Standing Ovation geehrt, woraufhin die Zuschauer noch in den Genuss einer Zugabe kamen. Zufrieden traten die begeisterten Besucher nach dem Konzert ihren Heimweg durch den Schneesturm an.“

 Die Kirche Saanen, stimmungsvoll und andächtig

Freitag, 23. Dezember 2016

Ein frohes Fest!



Einem Engel gleich das Kälbchen strahlt, ach so wunderbar die friedvolle Weihnachtszeit. Rührselig schmückt der stolze Bauer seinen Stall für seine Schätze. Der Weihnachtsbaum glitzert, ebenso die Augen der prächtigen Kühe. Was wohl dieses Jahr unter dem Weihnachtsbaum liegt? Die grosse Ladung Schnee ist es nicht, sie ist noch unterwegs und wird irgendwann in diesem Winter das Saanenland bescheren. Trotzdem muss während den Festtagen nicht auf das Skivergnügen verzichtet werden. Glacier3000, Wasserngrat und die BDG AG garantieren für das Skivergnügen, auch wenn der eine oder andere Hang eher zum biken lockt. Doch wir wollen nicht verzagen, die Natur kennt ihre eigenen Gesetzmässigkeiten. Machen wir das Beste daraus! Das tun wir mit einem facettenreichen Aktivitätenprogramm für gross und klein. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Skiausflug am Morgen und einer anschliessenden Rennradrunde am Nachmittag? Oder darf es lieber Eislaufen auf Schwarzeis sein mit einem anschliessenden Besuch im Weihnachtszirkus? Langweilig wird es einem bestimmt nicht, denn da sind ja auch viele gute Freunde und hervorragende Gastgeber, welche einem das „dolce far niente“ gerade extra noch um ein vielfaches versüssen.

Ein emsiges Treiben herrscht so oder so überall im Saanenland. Schliesslich haben wir die Zeit vor uns, wo unsere Destination fast aus allen Nähten platzt. Jeder Leistungsträger rüstet und wappnet sich für die kommenden Tage. Ohne Reservation, sei es im Hotel oder im Restaurant, geht beinahe nichts mehr. Es kommt wieder die Zeit, wo es der Umfahrungstunnel von Gstaad in die Staumeldungen von SRF schafft. Es ist eine Zeit, wo es uns allen gelingen sollte, Reserven zu bilden. Reserven für eine Zeit, wo die Nachfrage schwächer ist, wo der Umfahrungstunnel wieder problemlos passiert werden kann.

Trotz aller Hektik und allen Vorarbeiten sollte in diesen Tage für uns alle auch Zeit bleiben, das Weihnachtsfest als das zu sehen was es eigentlich ist, das Fest der Liebe. Ihnen allen eine friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest!

Mittwoch, 30. November 2016

Der Präsident gibt sich die Ehre

David Matti wurde in diesem Frühjahr an der Hauptversammlung von Gstaad Saanenland Tourismus (GST) zum neuen Präsidenten gewählt. Der Familienvater und passionierte Jäger ist im Saanenland aufgewachsen und kehrte nach seinen Lehr- und Wanderjahren auch wieder dorthin zurück. In Saanen betreiben er und seine Frau eine Anwaltskanzlei.
David Matti ist quasi der Chef von MrGstaad und stellt deshalb normalerweise die Fragen. Heute ist es mal umgekehrt. 

MrGstaad: David, seit März 2016 bist Du der neue Präsident von Gstaad Saanenland Tourismus. Wie bist Du dazu gekommen und welche Erfahrungen bringst Du für dieses Amt mit?

David Matti: Ich war über mehrere Jahre Mitglied der Geschäftsprüfungskommission GST sowie im Vorstand GST. In dieser Funktion habe ich die „Materie Tourismus“ umfassend kennen lernen dürfen und mich darauf entschieden, das Präsidentenamt per Anfang dieses Jahres zu übernehmen.  

MrGstaad: Du bist hier aufgewachsen. Wie hat sich hier die Tourismuslandschaft in den letzten Jahrzehnten verändert? Was waren die bisherigen Meilensteine der Tourismusentwicklung im Saanenland?

David Matti: Über all die Jahre hat sich der Tourismus gewaltig verändert und stark entwickelt. Mit den neuen Medien und der erhöhten internationalen Mobilität und Transparenz sind einerseits die touristischen Märkte vielfältiger geworden, aber andererseits ist auch die Erwartungshaltung unserer Gäste stark gestiegen. Es reicht heute nicht mehr, einfach nur eine schöne Landschaft zu bewerben und zu verkaufen. Vielmehr muss das gesamte Reiseerlebnis von A bis Z inszeniert sein und dies zu einem Preis, welcher international wettbewerbsfähig ist. In diesem Sinne waren die bereits in den 90er Jahren angepassten Strukturen (Zusammenschluss Kurvereine zu Gstaad Saanenland Tourismus) sowie die jüngst umgesetzten Schritte (neue touristische Destinationsstrategie und Marketing-Gesellschaft) sicherlich die prägendsten Meilensteine.

MrGstaad: Kommen wir auf diese jüngsten Entwicklungen zu sprechen. In den ersten Monaten Deiner Amtszeit wurden wegweisende Schritte eingeleitet. So wurde einerseits die Gstaad Marketing GmbH gegründet und andererseits eine neue touristische Destinationsstrategie verabschiedet. Was erhoffst Du dir von diesen Schritten?

David Matti: Wie gesagt gehe ich davon aus, dass wir eine Effizienzsteigerung erfahren und damit an mehr Schlagkraft am Markt gewinnen. Die zur Verfügung stehenden personellen und finanziellen Mittel müssen stets so zielgerichtet wie möglich eingesetzt werden. Ausgaben nach dem Giesskannenprinzip müssen tabu sein. Die beiden von Dir genannten Projekte, welche nun in die „Anwendungsphase“ gelangen, zielen genau in diese Richtung. 

Der Präsident und sein Direktor, auf gleicher Augenhöhe

MrGstaad: Droht der GST nach Auslagerung des Destinationsmarketings nicht an Bedeutung zu verlieren?

David Matti: Ganz im Gegenteil. Einerseits bleibt die touristische Verantwortung weiterhin bei GST. GST ist zusammen mit der BDG (Bergbahnen Destination Gstaad AG), dem Hotelierverein und dem Gewerbeverein Eigentümer der Marketing-Gesellschaft und wird über die strategische Ebene via unserem Direktor (MrGstaad) ganz klar den nötigen Einfluss in die Marketing-Gesellschaft nehmen. Die Marketing-Tätigkeiten werden dadurch weiterhin massgebend durch GST beeinflusst. Tourismus beinhaltet aber andererseits nicht nur „Gäste holen“ sondern auch „Gäste halten“. Gerade in diesem letztgenannten Bereich wird GST nun seine Tätigkeiten intensivieren, zumal da noch einiges an Entwicklungspotenzial besteht. Genannt sind da vorab Bereiche wie Infrastrukturen, Services, Gästebetreuung und Standortförderung. 

MrGstaad: Ist Standortförderung eigentlich nicht Sache der Gemeinden?

David Matti: Grundsätzlich stimmt das. Es ist allerdings problemlos möglich, diese Aufgaben ganz oder teilweise mittels Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung, in welcher die Tätigkeiten klar umschrieben und geregelt sind, an eine Drittorganisation wie GST zu übertragen. In anderen Tourismusdestinationen wird dies bereits seit längerer Zeit so umgesetzt. Wir werden dahingehend in nächster Zeit auf die Gemeinden zugehen und mit ihnen die möglichen Handlungsfelder definieren. Ziel muss sein, die Attraktivität unseres Standortes nicht nur touristisch sondern auch als Wirtschaftsstandort und Arbeitsplatz zu steigern. Wenn nicht direkt, dann zumindest indirekt, wird dies auch dem Tourismus und damit der wichtigsten „Lebensader“ unserer Volkswirtschaft zugutekommen. 

MrGstaad: Wo steht die Destination in 10 Jahren, kurz vor Ende Deiner Amtszeit?

David Matti: Das ist in der heutigen schnelllebigen Zeit schwierig zu sagen. Zentral ist, dass wir – trotz stetiger Weiterentwicklungen – zu unseren Werten wie „Tradition“, „Nachhaltigkeit“ und „alpine Echtheit“ Sorge tragen und auf allen Ebenen qualitativ hochwertige Leistungen erbringen. So sind wir sicherlich gut gerüstet für die Zukunft und können die auf uns zukommenden Herausforderungen mit Zuversicht und voller Kraft, aber dennoch mit einer Prise „Gelassenheit“, angehen.

Donnerstag, 17. November 2016

Neues Tourismusjahr – neues Glück!


Kaum zu glauben, wir befinden uns bereits schon wieder in einem neuen Geschäftsjahr. Das Tourismusjahr 16/17 hat am 1. November 2016 begonnen und wenn ich aus meinem Bürofenster rausschaue, dann sehe ich Schnee. Ein gutes Zeichen. Unser Marketing Team, der in diesem Jahr neu gegründeten Gstaad Marketing GmbH, hat den ersten Schneefall zum Anlass genommen, um mit unseren Gstaader Topmodels den Wintereinbruch gebührend zu feiern. Doch schauen Sie selbst.



Das neue Tourismusjahr ist auch stets ein Grund, um auf das Alte zurückzuschauen. Die Logiernächte-Zahlen für das gesamte Tourismusjahr 15/16 liegen inzwischen vor. Es handelt sich um das drittbeste Jahr, verglichen mit den letzten sechs Jahren. Die Destination (inkl. Zweisimmen) liegt – bezogen auf die Hotelübernachtungen rund 4.5 % im Minus gegenüber dem Vorjahr. Auf den ersten Blick eine happige Einbusse. Doch ich kann Ihnen versichern, dass wir vor einem Jahr mit einem höheren Minus budgetiert haben. Nein, unsere Märkte sind nicht gänzlich zusammengebrochen. Trotzdem mussten auch dieses Jahr erneut starke Rückgänge bei unseren Europäischen Kernmärkten verzeichnet werden. Allen voran unsere Gäste aus der Schweiz mieden die Hotels, gefolgt von Rückgängen aus Deutschland, Frankreich und BeNeLux. Hier gilt es insbesondere die Entwicklung des wichtigen Schweizer Heimmarktes im Auge zu behalten. Kurzfristige Preisdumping-Aktionen sind aber fehl am Platz. Mit der neuen touristischen Destinationsstrategie, wo man den Fokus stark auf die Produkteentwicklung und auf die Positionierung setzt, können mittel- bis langfristig positive Korrekturen herbeigeführt werden. Erfreulich ist die Zunahme von Gästen aus UK. Es scheint, als hätte der Brexit kurzfristig noch keinen grossen Impact gehabt. Gespannt sind wir aber auf die Entwicklung im laufenden, neuen Tourismusjahr.
Europäische Schlüsselmärkte im Vergleich (Hotellerie) mit dem Vorjahr

Für das Minus von 4.5 % gibt es auch noch einen anderen wichtigen Grund. Das grösste Hotel der Destination – das ehemalige Hotel Steigenberger – blieb während der ganzen – für uns so wichtigen Sommersaison – wegen Umbauarbeiten geschlossen. Dadurch fehlen einige Logiernächte, da nur ein kleiner Teil der Gäste auf andere Hotels im Saanenland ausgewichen ist. Das renovierte Hotel eröffnet diesen Dezember unter dem neuen Namen „Huus“ und unter neuer Führung. Wir freuen uns auf ein wiedererstarktes Flaggschiff in unserer Destination und wünschen dem gesamten Team schon jetzt viel Erfolg, Freude und einen Riesenportion Glück!

Der Ferienwohnungsmarkt ist im Vergleich zu den Hotelübernachtungen mehr als stabil geblieben. Wir vermieten rund 230 Objekte im mittleren Preissegment. Unsere Buchungszentrale verzeichnete über den Sommer ein Umsatzplus von rund 10 Prozent. Interessanterweise haben Buchungen aus Deutschland, Frankreich und auch aus den Benelux-Staaten deutlich zugenommen. Deutschland plus 35 %, Frankreich plus 13 % und Benelux plus 2,5 %. Wir interpretieren diese Entwicklung dahingehend, dass die Gäste die Schweiz und die Ferienregion Gstaad weiterhin als Reiseziel anstreben, jedoch in die Parahotellerie bzw. auf günstigere Unterkünfte ausweichen.

Hinsichtlich unserer bearbeiteten Fernmärkte gibt es ein differenziertes Bild. Gäste aus Asien waren im vergangenen Jahr stark rückläufig. Hauptursache dafür die akute Terrorgefahr in Europa. Dafür nahmen erneut die Gästezahlen aus den Golfstaaten zu. Sowohl in der Hotellerie, als auch in der Parahotellerie. Ebenfalls erfreulich ist die Zunahme von Gästen aus den USA und Kanada. Ob diese wohl schon nach Erstwohnsitzen in den Schweizer Bergen geschaut haben, um sich dann bei einer definitiven Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika definitiv ins Ausland abzusetzen? Dieser leicht politisch gefärbte Kommentar konnte ich mir einfach nicht verkneifen (grins).

Unser Geschäftsbericht für das vergangene Tourismusjahr wird traditionsgemäss Mitte Februar des darauffolgenden Geschäftsjahr veröffentlicht. Bis dahin passieren letzte Auswertungen, Abgrenzungen und Analysen. Doch wir wollen bewusst nicht zu weit zurückschauen. Vorwärtsschauen und zwar zuversichtlich ist eindeutig die bessere Strategie. Einige Gründe geben mit Recht Anlass dazu. Ein wichtiger Leistungsträger, unsere Bergbahnen, stehen mitten in einer betrieblichen Restrukturierung, welche sich positiv auf die Qualität des Angebots auswirken wird. Das bereits erwähnte Huus wird mit geballter Kraft in den Markt drängen. Zahlreiche touristische Prognosen bestätigen, dass die Talsohle für die Europäischen Kernmärkte mittlerweile erreicht sei und deshalb wieder mit zaghaften Zuwachsraten gerechnet werden dürfte. Unsere Ferienwohnungsbilanz für diesen Sommer bestätigt dies. Last but not least ist ein früher Winteranfang wichtig für die gesamte Branche. Beschert uns diesen Winter die Sonne noch zahlreiche herrliche Winterwochenenden, sind Zuwachsraten garantiert. Die letzten drei Winter haben uns diesbezüglich nämlich ziemlich im Stich gelassen. Ich wünsche dem gesamten Alpenbogen von Herzen eine erfolgreiche Saison!

Montag, 31. Oktober 2016

Im Gespräch mit...


Heinz Brand, dem Verwaltungsratspräsidenten der Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG AG).

Ein Jahr ist er nun bereits im Amt. Turbulente, aber auch wegweisende Monate bezogen auf unsere Bergbahnlandschaft liegen hinter uns. Der Winter 2016/17 steht kurz vor der Tür, Zeit dem amtierenden Verwaltungsratspräsidenten der BDG AG ein paar Fragen zu stellen.

MrGstaad: Vor einem Jahr hast Du das Ruder als Verwaltungsratspräsident der BDG AG übernommen. Damals stand die Gesellschaft vor dem Abgrund, wie geht es ihr heute?

Heinz Brand: Wir stehen glücklicherweise nicht mehr vor dem Abgrund, es ist uns gelungen in letzter Minute mit viel Engagement und Unterstützung der Bevölkerung das Schlimmste abzuwenden. Wir können uns jetzt konzentrieren auf die grossen Kernprobleme unserer Gesellschaft, die aber nicht zu unterschätzen sind.

MrGstaad: Welches waren aus deiner Sicht die drei wichtigsten Massnahmen, welche zur Stabilisierung geführt haben und warum?

Heinz Brand: Ein neuer Geschäftsführer (CEO) in der Person von Matthias in Albon, gesündere Finanzen, durch das mehr Vertrauen und Flexibilität, zudem neue und flachere Betriebsstrukturen mit neuen und nicht vorbelasteten Mitarbeitern.

MrGstaad: Der nächste Winter steht bevor, hast Du Bauchweh? Oder mit anderen Worten; was darf man von der BDG AG erwarten? Wird der Gast etwas davon merken?

Heinz Brand: Bauchweh kenne ich nicht. Für mich ist es sehr wichtig, dass wir wieder einmal einen echten Winter erhalten, das löst schon einige unserer Probleme. Unser Gast kann sicherlich diesen Winter verschiedene Änderungen feststellen. Wie z.B Lückenschluss der Beschneiung „Chalberhöni – Rossfälli“, vermutlich besser eingeschneite Pisten, da die Kapazitäten erhöht wurden, eine neue Piste auf dem Hornberg, um einen Flaschenhals oberhalb der Station zu eliminieren und ganz speziell wurde das Outfit in vier unserer Berghäuser realisiert. Kommt es schauen, es lohnt sich!

Warme Sonnenstrahlen und eine Zigarette

MrGstaad: Wenn wir 10 Jahre in die Zukunft schauen, wo steht der alpine Tourismus generell, wo steht die Destination Gstaad Saanenland?

Heinz Brand: Dies ist sehr schwierig zu beantworten, kämpfen wir doch gegen den Klimawandel der ganz klar merkbar ist und uns sicher fordern wird. Daher glaube ich, dass es an der Zeit ist, sich nicht nur auf den Winter zu konzentrieren, sondern auch die anderen Jahreszeiten zu entwickeln. Wir haben grosse Chancen uns zu entwickeln, sind wir doch für die Gesundheit auf einer idealen Meereshöhe, wir müssen es nur nutzen. Folgen wir diesen Voraussetzungen und wissen es umzusetzen, gehören wir auch in Zukunft zu den beliebten Destinationen.

MrGstaad: Welche Rolle spielt dabei eine Bergbahngesellschaft, bzw. die BDG AG?

Heinz Brand: Die Bergbahnen Destination Gstaad ist sicher ein ganz wichtiger Player in diesem Spiel, aber nicht der einzige. Bei der BDG bin ich überzeugt, dass wir, wenn wir es schaffen werden nach der Sanierung die Restrukturierung durchzusetzen, weiter mit öffentlichen Geldern (nur mit einem Leistungsauftrag) rechnen dürfen. Wenn die Anlagen und Infrastrukturen den Gästebedürfnissen entsprechen, identifiziert sich der Bürger wieder mit „seinen“ Bahnen und ist stolz auf sie. Dann haben wir unsere Hausaufgaben gemacht.

Diesem Ziel sehe ich mit Herausforderung und Freude entgegen. Lernen wir zu schätzen was wir haben und entwickeln es und trauern nicht immer den Nachteilen und dem Unmöglichen nach. Wir dürfen gut sein und es auch dementsprechend ausstrahlen! Ich glaube in zehn Jahren werden wir so gut wie heute sein, und wenn wir bereit sind daran zu schaffen, vielleicht noch eine Spur besser. Wir müssen selber daran glauben!

MrGstaad: Lieber Heinz, man merkt, Du hast Dich mit Leib und Seele dem Saanenland und den Bergbahnen verschrieben. Ich danke Dir für dieses Gespräch und wünsche Dir und deinem Team für die Zukunft alles Gute!

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Funi News



Funi, part three. Nachdem ich bereits 2013 und 2015 über unser Funi-Projekt berichtet habe, freut es mich umso mehr, dass ich nun ein drittes Mal darüber bloggen darf. Unser Funi hat seinen Bestimmungsort gefunden und scheint sich inmitten der phantastischen Zeitzeugen Schweizer Bergbahngeschichte pudelwohl zu fühlen.

Der Funi erstrahlt in neuem Glanz

Mit viel Herzblut und Können wurde der Funi von den Fachleuten des Verkehrshauses restauriert und anschliessend detailgenau in Szene gesetzt. Kaum zu glauben, wenn man zwei Jahre zurück blendet. Damals startete nämlich unsere Rettungsaktion. Mit viel gutem Willen und grossem Engagement verschiedener Beteiligten konnte das schier Unmögliche realisiert werden. Ein Stück Schweizer und Saaner Bergbahngeschichte erhält den Platz für die Nachwelt, welcher ihr zusteht. An dieser Stelle nochmals ein herzlichen Dank an alle, die sich für den Funi ins Zeug gelegt haben.

Der Funi tritt seine letzte Reise an

Die Schweiz hat für die Erschliessung der Alpenwelt und die Entwicklung des Bergtourismus seit jeher eine Pionierrolle eingenommen. Dem wird das Verkehrshaus mit der Ausstellung „Bergbahnoffensive“ nun gerecht und zeigt die Zeitzeugen der Bergtourismusgeschichte in einer sehenswerten Ausstellung. Gross und klein können die guten alten Zeiten aufleben lassen und sich mit Staunen in die damalige Technik hineinversetzen und dabei einen Hauch von Pioniertum erleben. Dass dabei auch unser preisgekrönter Imagefilm in der Endlosschlaufe läuft, ist eine angenehme Nebenerscheinung ;-)

Ben beim Schlittenfahren

Als Dank für die Imagewerbung fürs Saanenland bin auch ich versucht, einen werberischen Aufruf fürs Verkehrshaus zu machen. Pilgert nach Luzern und macht eine Stippvisite beim Funi und der Bergbahnoffensive. Die Schweiz hat verkehrsmässig seit jeher einen wichtigen Platz in Europa eingenommen. Dies wird im Verkehrshaus auf unterhaltsame und lehrreiche Art und Weise dokumentiert. Ein Familienausflug, bei dem alle was für sich mitnehmen können. Und besonders gut geeignet während dem Herbst, wenn die Hänge im Saanenland noch auf den Schnee warten.

Herzlichen Dank für Ihre Kommentare zu gelesenen Artikeln!