Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Montag, 25. Juli 2016

SOW 2019 in Gstaad – ein Vorgeschmack

Die 5. Etappe der SOW 2016


Letzten Freitag, 05.00 h. Das Engadin steht kurz vor dem Aufwachen. In zahlreichen Hotels und Ferienwohnungen wälzen sich Athletinnen und Athleten nervös in ihren Betten. Die 5. Etappe der SOW 2016 steht auf dem Programm. Die Swiss Orienteering Week ist ein OL-Breitensportwettkampf der Superlative. Er bringt während einer Woche rund 3‘500 OL-Breitensportler in eine Tourismusregion, welche sich über mehrere Etappen in mehreren Kategorien spannende Duelle um den Gesamtsieg liefern. Dieser Grossevent findet in der Regel alle drei Jahre statt. Die Destination Gstaad Saanenland hat für die Austragung 2019 kandidiert und glücklicherweise den Zuschlag erhalten. In dieser Medienmitteilung erfahren Sie mehr dazu.

Die erste Gondel ist für Gstaad bestimmt


6.00 h, Talstation Furtschellas in Sils. Zusammen mit meinem Team räumen wir unser Promotions-Material in die erste Gondel des Tages. Wir sind auf dem Weg in die Mittelstation, damit wir rechtzeitig die anrückenden Sportlerinnen und Sportler über den Austragungsort 2019 informieren können. Wir tun dies selbstverständlich „gstaadlike“ mit ein bisschen Gstaader Bergkäse und viel guter Laune.

Einrichtungsarbeiten


Gegen 9.00 h wimmelt es nur noch so von gut trainierten, weniger gut trainierten, alten und jungen Sportlern aus über 38 Nationen. Die diesjährige Austragung der SOW in St. Moritz weist eine neue Rekordbeteiligung auf. Viele der Teilnehmer sind als ganze Familie unterwegs und alle sind sie gut gelaunt und unheimlich diszipliniert. Auch zahlreiche ehemalige Weltmeisterinnen bzw. Medaillengewinner und aktuelle Spitzenathleten aus verschiedenen Nationen finden mit ihren Familien den Weg an die SOW. Eine bunt gemischte, internationale Community mit einer gemeinsamen Passion. Bereits Stunden vor dem Start richten sie am Berghang ihr Basiscamp ein und warten dann geduldig auf ihren Start.

Das Basiscamp


11.00 h. Wir haben inzwischen mehr als die Hälfte des Käselaibes unter die Leute gebracht und dabei auch zahlreiche Gstaader „Schweissbändeli“ verteilt. Dabei durften wir mit Schweden, Finnen, Bulgaren, Tschechen, Russen, Deutschen, Franzosen, Engländern und natürlich auch Schweizern interessante Gespräche führen. Die ganz klare Mehrheit zeigte sich über den nächsten Austragungsort hoch erfreut, ist doch das Saanenland als OL-Region quasi unentdeckt, da kaum entsprechendes Kartenmaterial vorhanden ist. Da reizt natürlich eine Teilnahme umso mehr. Gesprächsmässig der absolute Höhepunkt für mich war ein Austausch mit einem Läufer aus Neu-Kaledonien, welcher einen Anreiseweg von über 20‘000 km auf sich nahm.

Die Gstaader Schweissbändeli finden reissenden Absatz


11.30 h. Die Durchsage kam aus heiterem Himmel. Bei Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen meldete der Speaker den sofortigen Abbruch der Etappe und ordnete an, dass sich die Läuferinnen und Läufer entweder zu Fuss oder per Gondel Richtung Tal bewegen sollen. Grund dafür, war eine stark und schnell heranziehende Gewitter-Front aus Italien. Das Risiko war dem OK zu hoch, um die Etappe ordnungsgemäss zu Ende zu führen.

Fluchtartig ins Trockene


13.00 h. Der Sturm tobt und hunderte von Sportlerinnen und Sportler drängen sich in die Mittelstation Furtschellas. Die Gondel kann aufgrund des Gewitters momentan nicht ins Tal fahren. Einige der OL-Läufer befinden sich noch immer im Gelände. Sie sind regulär gestartet und konnten vom OK noch nicht zurück beordert werden. Alle Anwesenden verhalten sich sehr ruhig. Man hilft sich gegenseitig mit Material und Esswaren sowie Getränken aus. Die meisten von Ihnen sind aber grundsätzlich sehr gut ausgerüstet. Wärmende Wolldecken mussten nur wenige verteilt werden. Für das OK ist ein solcher Etappen-Abbruch selbstverständlich ein veritables Krisenszenario, welches aber von allen Beteiligten hervorragend gemeistert wurde.

Dichtgedrängt in der Mittelstation


15.30 h. Zusammen mit einem OK-Mitglied befinde ich mich zu Fuss auf dem Weg ins Tal. Inzwischen wurde Entwarnung gegeben und die Gondel fährt auch wieder. Der Andrang ist allerdings noch immer gross, da rund 2‘500 Läuferinnen und Läufer den Berg runter müssen. Mein Team wartet auf einen Platz in der Gondel, um das wichtigste Material persönlich ins Tal zu bringen. Der Rest wurde dann von den Bergbahnangestellten am nächsten Morgen runtergebracht.

19.30 h. Ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende zu. Ein Höhepunkt steht aber noch aus, die Präsentation des nächsten Austragungsortes der SOW 2019. In der zum Meeting-Zentrum umfunktionierten Tennishalle von St. Moritz dürfen wir unsere Destination vorstellen. Kurz und bündig, aber mit unserem tollen Imagefilm, mit Sportsgeist und einer grossen Portion Vorfreude. Die andere Hälfte des Käselaibes werden wir übrigens an diesem Abend locker an unserem zweiten Stand in der Tennishalle los. Neue Gstaad-Fans erreicht man halt am besten über den Gaumen.

Der Gstaader Bergkäse ist bald verspeist


Fazit. 30‘000 zusätzliche Logiernächte in einer Woche. Rund CHF 5.0 Mio. direkte touristische Wertschöpfung. Neue, sehr offene und unkomplizierte Gäste, mehrheitlich aus den Europäischen Nahmärkten. Ein heterogener, aktiv orientierter Gästemix, welcher auch für andere Jahreszeiten gewonnen werden kann (bspw. Winterferien). Logistisch eine grosse Herausforderung, welche aber gemeistert werden kann. Andere Destinationen wie Flims, Zermatt oder eben auch Engadin St. Moritz haben gezeigt wie es geht. Wir freuen uns sehr und sind stolz, dass wir für die SOW 2019 als Gastgeber fungieren dürfen. Wir sind überzeugt, dass wir zusammen mit unseren Partnern einen Top-Event auf die Beine stellen werden. See you in 2019!

Donnerstag, 21. Juli 2016

Gstaad, Event-Hauptort der Superlative!

Die Brasilianer haben im Gstaader Sand eindeutige Spuren hinterlassen. Am diesjährigen „Gstaad Major“ präsentierten sie sich in bester Spiellaune und verliessen sowohl in der Damen- wie auch in der Herren-Konkurrenz den Sand als Sieger.

Larissa/Talita triumphieren in Gstaad (Bild: SRF)
 
Vor einer Traumkulisse hinsichtlich Wetter und Zuschauer läutete das Beachvolleyball Major-Turnier den Gstaader Event-Sommer ein. Schon seit Jahrzehnten ist der besagte Event-Sommer ein Garant für Gäste-Frequenzen und demzufolge ein wichtiger Faktor für die touristische Wertschöpfung eines ganzen Jahres.


Das Tennisturnier von Gstaad ist über 100 Jahre alt. Während 66 Jahren kämpften jeweils Männer und Frauen um die begehrten Titel. Seit 33 Jahren nur noch die Männer. Mit den „Ladies Championship Gstaad“ kehrte nun die WTA zurück nach Gstaad und dies auf eindrückliche Art und Weise. „The girls are back in the Alps!“. Eine davon ganz besonders stark und glücklich. Viktorija Golubic kam, sah und siegte. Bravo, wir gratulieren und freuen uns bereits jetzt schon auf die Austragung 2017!

Viktorija Golubic jubelt (Bild: sport.ch)


100 Jahre Lord Yehudi Menuhin und 60 Jahre Gstaad Menuhin Festival. Was für ein Jubiläum! Bereits letzten November habe ich hier an dieser Stelle darüber berichtet. Der Gstaader Traditions-Anlass und mitunter einer der wichtigsten Events  vom Saanenland feiert Geburtstag. Auch hier gratulieren wir von ganzem Herzen und wünschen dem Festival viele weitere, erfolgreiche Jahre. Das Festival ist punkto seiner Länge und der Anzahl seiner Konzerte über mehrere Wochen zwischen Juli und September ein zentraler Dreh- und Angelpunkt im touristischen Leistungsangebot der Destination. Letzte Woche durfte ich am Eröffnungsanlass in der Kirche Saanen teilnehmen und dem Konzert der baskischen Geschwister Labèque beiwohnen. Die grossen Jubiläumsfeierlichkeiten sind dann für den 2.9.2016 vorgesehen.

Volle Konzentration, die Geschwister Labèque (Bild: Anzeiger von Saanen)


Das Gstaad Menuhin Festival ist weiter im Gange, während die Tennis-Herren dem Gstaader Sand nun ihre Aufwartung machen. Mit dem „Swiss Open Gstaad“ läuft zurzeit ein weiterer Event-Knaller, welcher letztes Jahr seinen 100. Geburtstag feiern konnte. Das Wimbledon der Alpen ist nicht nur bei den Fans beliebt, sondern auch die Athleten schätzen die kurzen Distanzen vom Hotel zur Arena, welche sie in der Regel zu Fuss bestreiten.


Im Spätsommer geht es dann Schlag auf Schlag weiter mit dem Hublot Polo Gold Cup sowie der Countrynight Gstaad. Eventmüde sind wir dann noch nicht. Im Gegenteil, diese beiden Top-Events sorgen noch einmal für Hochstimmung im Saanenland.


Ohne das grosse Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Helfer und ohne finanzielle Unterstützung von Sponsoren, Gönnern und der öffentlichen Hand wäre ein solches Event-Feuerwerk undenkbar für eine Bergdestination wie Gstaad Saanenland. Dies wissen die Tourismusverantwortlichen sehr zu schätzen und zollen den Event-Veranstaltern und den –Unterstützern ihren Respekt und ihren Dank. 


Merci beaucoup, you do a great job!

Wer übrigens wissen will, was wann und wo in der Destination los ist, dem empfehle ich den folgenden link. Wir haben ja noch viel mehr zu bieten. Wie bspw. die gestrige Durchfahrt der Tour de France, oder das Sanona-Einweihungsfest. Und und und……….Gstaad, Event-Hauptort der Superlative!

Die Spitzengruppe (in Front Steve Morabito) durchquert Saanen
 


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