Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Donnerstag, 8. September 2016

Alle Menschen werden Brüder – Alle? Brüder?

Was passiert wenn hochkarätige Vertreter des Judentums, des Christentums, des Islams sowie ein Philosoph zusammen mit MrGstaad an einem Tisch sitzen? Ganz einfach, alle reden munter und blitzgescheit drauf los, nur MrGstaad wird immer leiser und hört lieber interessiert zu. So geschehen letzten Freitag, am Vorabend der ersten Austragung des Forums für Glaube und Kultur. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen mit den Teilnehmern des Podiums „Alle Menschen werden Brüder – Alle? Brüder?“ den Abend zu verbringen und sie mit einem Konzertbesuch ans „Gstaad Menuhin Festival“ sowie einem Nachtessen zu beglücken.
 
Die Teilnehmer am Podium
(Lamya Kaddor war kurzfristig verhindert und wurde durch Rabeya Müller ersetzt)
 
Das Forum für Glaube und Kultur bezweckt die Förderung des interreligiösen Dialogs. Das ambitionierte Ziel ist es, in ein paar Jahren eine Art „WEF der Religionen“ (Arbeitstitel) in Gstaad durchzuführen. Für diese Vision bzw. diese Zielsetzung wurde die Idee unlängst mit dem dritten Platz am Innovationspreis „Prix de Gessenay“ ausgezeichnet. Der Vereinsvorstand des Forums hat die Wachstumsstrategie in dem Sinne verabschiedet, dass man klein starten will und die Idee Schritt für Schritt weiterentwickeln möchte. Deshalb wurde im Menuhin-Jubiläumsjahr mit einem Pilotprojekt, dem besagten Podiumsgespräch, gestartet.

In meiner Funktion als Tourismusdirektor wurde ich schon relativ früh in den Prozess mit einbezogen. Ging es doch um Fragen wie „ist Gstaad als Standort überhaupt attraktiv genug“, bzw. „passt ein solcher Event überhaupt in den Region“, „entspricht ein solcher Event überhaupt den Gästebedürfnissen“, „oder „wo liegt denn der touristische Nutzen“. Viele dieser Fragen konnte ich von Beginn weg mit einem klaren Ja beantworten.
 
MrGstaad vor dem gespannten Publikum

Wo soll das Forum stattfinden, wenn nicht in Gstaad? Das Saanenland hat in seiner über hundertjährigen Tourismusgeschichte immer wieder grosse Humanisten, Philosophen oder Philanthropen zu Gast gehabt, wie bspw. Jiddu Krishnamurti oder natürlich Yehudi Menuhin. Sie alle spürten die Kraft, welche unsere Region versprüht und nutzten sie als Quelle der Inspiration für ihr Schaffen im Dienste der Menschheit. Ich bin überzeugt, dass diese Tradition weitergeführt werden muss. Die Welt droht aus den Fugen zu geraten und wir können einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass dies nicht passiert, indem wir eine Plattform der Religions- und Kulturverständigung anbieten und befruchten.

Die Welt wird immer komplexer und dynamischer. Trotz oder vielleicht gerade wegen einem Überangebot an Informationen auf allen Kanälen wird der Mensch immer orientierungsloser. Im Urlaub möchte er dann entschleunigen und sich wiederfinden. Immer mehr Gäste wollen dies im Sinne einer Horizonterweiterung tun. Sie gehen auf Studienreisen, machen Bildhauerkurse oder besuchen Philosophie-Seminare, wie das bspw. Lech am Arlberg erfolgreich durchführt. Mit unserem Forum würden wir zwar noch eine touristische Nische besetzen, aber für die Zukunft einen touristischen Megatrend aufnehmen. 

Mit dem Forum wollen wir künftig ganz klar die Nebensaison beleben. Eine Tourismusregion kann es sich nicht mehr leisten, nur für ein paar Monate im Jahr, einen auf attraktive Destination zu machen. Das wirkt zu aufgesetzt, zu unecht und entspricht in keinster Weise einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Region.
 
Engagierte Podiumsteilnehmer
 
Alle Menschen werden Brüder – alle? Können die Religionen in Sachen Völkerverständigung überhaupt ihren konstruktiven Beitrag leisten? Besteht in der brüderlichen Beziehung nicht der grosse Widerspruch per se? Wir sollen alle Brüder werden? Gründen nicht sämtliche Kriege, sämtliches Leid letzten Endes auf einem urbrüderlichen Zwist? Diese und einige Fragen mehr diskutierten unsere Gäste unter der Leitung von Dr. Norbert Bischofberger, bekannt aus der Sendung Sternstunden, des Schweizer Fernsehens am vergangenen Samstag. Das Zuschaueraufkommen war überwältigend hoch und die Feedbacks im Anschluss der Veranstaltung überdurchschnittlich positiv. So wurde ich auf meinem Weg vom Festivalzelt zurück zur „Gstaad Züglete“ mindestens fünfmal auf das Podiumsgespräch angesprochen. Allesamt positiv und hoffend auf eine Fortsetzung. Es scheint, als hätte man einem Gästebedürfnis mitten aus dem Herz entsprochen. Ich komme deshalb zum Schluss, dass das Forum für Glaube und Kultur seine Feuertaufe bestanden hat.

Nachfolgend ein paar Highlight-Zitate (nicht namentlich zugeordnet) aus der Podiumsdiskussion. Die hochinteressante Diskussion dauerte mit Fragen aus einem engagierten Publikum rund 90 Minuten. Der Moderator und meine Wenigkeit haben das Ende gesetzt, sonst würden wir wahrscheinlich jetzt noch im Festivalzelt debattieren. Wir blicken deshalb schon gespannt in die Zukunft und freuen uns auf eine nächste Ausgabe des Forums.

- „Hier sitzt eine gesprächsbereite Runde. Die Extremisten aus allen Religionen sind nicht gesprächsbereit.“
 - „Die Konzentration der Gläubigen auf das jeweils innere Wertesystem führt auf Dauer zu Abgrenzung gegen aussen – eine Art Gottesvergiftung.“
 - „Es braucht eine innerreligiöse Überprüfung traditionalistischer Vorstellungen und eine Entschlackungskur. Die Religionen haben Fett angesetzt, das nicht zu ihnen gehört.“
- „Jesus, Mohamed und die anderen Propheten waren auch nur Kinder ihrer Zeit. Wir müssen deshalb die überlieferten Texte immer wieder neu lesen, hören und interpretieren. Dies im Sinne einer fortlaufenden Offenbarung.“
- „Es gibt in den grossen Religionen sowohl Faschismus als auch Humanismus. Die Verdrängung des liberalen Gedankenguts führt zwangsläufig zu Extremismus.“
- „Die Diskussion um ein Burka-Verbot löst nur ein Stellvertreter-Krieg aus. Diese Diskussion nützt nicht, sie ist kontraproduktiv. Vielmehr sollte man den islamischen Frauen die Mittel an die Hand geben und sie bestärken, eine eigenbestimmte Wahl treffen zu können.“
- „Eine textilfreie Zone im Gesicht ist ein Grundwert und keine Glaubensfrage.“
- „Extremistische Präsenz in den Medien schafft Zurückweisung – dies führt dazu, dass sich die Betroffenen mit Ablehnung konfrontiert sehen. Diese Ablehnung bewirkt neue Abgrenzung und Extremismus. Unsere Aufgabe ist es, gerade die jungen Islam-Anhänger darin zu schulen, dass dieses extremistische Denken nicht mit dem Koran vereinbar ist.“

Mittwoch, 31. August 2016

Im Gespräch mit...


Andreas Wandfluh, dem Geschäftsführer der Gstaad Marketing GmbH.

Letzte Woche wurde sie von den beteiligten Anspruchsgruppen feierlich unterzeichnet, die neue touristische Destinationsstrategie. Einerseits soll diese Strategie die Leitplanken für alle Anspruchsgruppen und Leistungsträger vorgeben, andererseits wird sie auch die Vorlage für die unternehmerische Tätigkeit der neuen Destinationsmarketing-Gesellschaft sein. Andreas Wandfluh wusste dies bereits schon vor seiner Anstellung, hat aber trotzdem zugesagt. Ein gutes Zeichen. Das nachfolgende Kaffeegespräch auf der Terrasse vom Haus des Gastes an der Promenade 41 in Gstaad beleuchtet zwei, drei Grundsatzfragen rund um die neue Marketing-Organisation.

MrGstaad: letzte Woche wurde in Saanen die touristische Destinationsstrategie verabschiedet. Wie hast Du den Abend erlebt?

Andreas Wandfluh: Die Destinationsstrategie wurde in würdigem Rahmen von den wichtigen Leistungsträgern der Destination unterschrieben. Der positive Grundtenor unter den involvierten Parteien der Strategie und auch der neu gegründeten Marketinggesellschaft gegenüber erfreute mich enorm. Die betroffenen Personen sind sich gemäss zahlreichen persönlichen Gesprächen bewusst, dass mit der touristischen Destinationsstrategie ein Rahmen gelegt wurde, um GEMEINSAM die Destination weiterzubringen.

MrGstaad: Mit der touristischen Destinationsstrategie wurden auch sogleich die Leitplanken für die Gstaad Marketing GmbH festgelegt. Schränkt dies deine unternehmerische Freiheit nicht zu sehr ein?

Andreas Wandfluh: Nein im Gegenteil, die touristische Destinationsstrategie hilft mir, das Marketing stimmig für die Leistungsträger und die Werte der Region voranzutreiben. Wenn dies mit Marktentwicklungen bzw. unternehmerischer Effektivität und Effizienz im Konflikt steht, sehe ich mich in der Pflicht, die Strategie kritisch zu hinterfragen und mit meinen Chefs zu besprechen.

MrGstaad: À propos Chef, wer ist eigentlich dein Chef?

Andreas Wandfluh: Mit Matthias In-Albon und Martin Bachofner verfüge ich über zwei Chefs, die mich in meiner Funktion begleiten, mit ihrer Erfahrung und ihrem Know-how unterstützen aber natürlich auch „challengen“.

Ein guter Espresso und gute Antworten

MrGstaad: Du hast deine Tätigkeit am 1.7.2016 aufgenommen. Die neue Gesellschaft wird aber erst am 1.11.2016 operativ tätig. Was hast Du bis jetzt eigentlich gemacht?

Andreas Wandfluh: Meine aktuell grösste Aufgabe besteht in der personellen und strukturellen Aufstellung der neuen Marketinggesellschaft. Im laufenden Jahr fanden zahlreiche personelle Rochaden im Marketing des GST und der BDG statt. So gehörten und gehören die Zusammenstellung meines Teams, die Definition der Aufbauorganisation (Organigramm), das Aufgleisen der Übernahme von Tätigkeitsfeldern aus BDG und GST Marketing sowie die Kommunikation mit verschiedenen Anspruchsgruppen zu meinen grössten Aufgaben.

MrGstaad: Wo wird die neue Gesellschaft Akzente setzen? Was wird sich im Destinationsmarketing ändern?

Andreas Wandfluh: Wir werden einen verstärkten Fokus auf das Produktmanagement legen. Die Neu- und Weiterentwicklung des Angebots touristischer Produkte ist zentrale Aufgabe des Marketing-Unternehmens. Insbesondere bei den Bergerlebnissen besteht durch die Integration der BDG Potenzial. Weiter ist unser Ziel, dank der gemeinsamen Strategie als Destination ganzheitlicher am Markt aufzutreten und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Leistungsträgern im Bereich Marketing zu fördern.

MrGstaad: Hat dies nicht der GST bis jetzt auch gemacht?

Andreas Wandfluh: Gstaad ist bereits jetzt eine ausgezeichnet positionierte Marke und der GST verfügte über ein gut funktionierendes Marketing-Team. Von daher ist die Ausgangslage für die neue Gesellschaft erfreulich. Die Bündelung der Mittel gemeinsam mit der BDG gibt dem neuen Unternehmen mehr Handlungsspielraum, was aufgrund der anspruchsvollen Entwicklungen im Tourismus auch dringend notwendig ist.

MrGstaad: Alter Wein in neuen Schläuchen ist man versucht zu sagen. Warum hat man die Gesellschaft überhaupt gegründet?

Andreas Wandfluh: Weil ein Zusammenrücken wichtiger Player im heutigen Marktumfeld unumgänglich ist und mit der Gesellschaft gewichtige Synergien geschaffen werden können. Dies vereinfacht das einheitliche, fokussierte Auftreten auf dem Markt und bringt einen verbesserten Einsatz von finanziellen und personellen Ressourcen.

MrGstaad: Wie rechtfertigen sich allfällige höhere Finanzierungsbeiträge seitens der öffentlichen Hand (ein entsprechender Antrag kommt voraussichtlich im Dezember 2016 vors Volk)?

Andreas Wandfluh: Wie bereits angetönt bleibt die Lage auch in den kommenden Jahren im Tourismus und in den vom Tourismus beeinflussten Branchen anspruchsvoll. Mit dem zeitlich begrenzten Marketingpush konnte der GST nachweislich aufzeigen, dass ein erhöhter Mitteleinsatz direkte positive Auswirkungen auf die Wertschöpfung in der Region hat. Die Destinationsstrategie fordert richtigerweise Weiterentwicklungen im Produktbereich und in der Marktbearbeitung. Um diese Ziele nachhaltig zu erreichen, ist die Schaffung eines angemessenen finanziellen Rahmens von grosser Bedeutung.

Lieber Andreas, herzlichen Dank für das Gespräch. Der Kaffee schmeckte ausgezeichnet und deine Antworten waren informativ und prägnant. Weiter so und viel Freude und Erfolg in deiner Tätigkeit für die (führende) Genussdestination im Alpenbogen!

Donnerstag, 25. August 2016

…die führende alpine Genussdestination…


Gespannte Zuschauer

Saanen, gestern Abend, 18.15 h. Es war ein herrlicher Sommerabend. Vor perfekter Kulisse im schönen Dorf Saanen lud der Verein Gstaad 2020plus zum öffentlichen „Denkfass“ über die neue touristische Destinationsstrategie ein. Vertreter der Medien, der politischen Gemeinden sowie sämtlicher relevanten Interessengruppen waren da, aber auch viele interessierte Privatpersonen. Nach einer musikalischen Eröffnung durfte ich als Präsident von Gstaad 2020plus die Begrüssung vornehmen.

„Eine Strategie ist dann gut, wenn sie auf einem Bierdeckel Platz hat.“ Mit diesem Satz übergab ich das Wort an meinen Präsidenten, David Matti, welcher dann anschliessend den rund zweijährigen Prozess über den Werdegang der neuen touristischen Destinationsstrategie schilderte. Danach folgte das „Bierdeckel-Podium“, geleitet vom Hotelier und Gemeinderatskandidaten Thomas Frei. Schlusspunkt des offiziellen Programms bildete die feierliche Unterzeichnung der Strategie-Urkunde durch alle vertretenen Anspruchsgruppen.  

Das illuster besetzte Podium in Aktion

Selbstverständlich stecken hinter diesem Bierdeckel noch einige Punkte mehr. Die entwickelte Strategie umfasst etwas mehr als 30 Seiten. Trotzdem oder gerade deswegen war es unser Anspruch, dass die wesentlichen Aussagen so einfach wie möglich dargestellt und kommuniziert werden müssen. Gerne führe ich diese nachfolgend noch ein bisschen aus.

Der Bierdeckel oder Glasuntersatz

Vision: Gstaad Saanenland möchte hier klar zu den Klassenbesten werden. Wir stehen für höchste Qualität und sind im Alpenbogen am klarsten positioniert. Unsere Maximen sind dabei Genuss und alpine Echtheit, welche sich in verschiedenen Facetten innerhalb der Destination ausprägen.

Mission: Durch sinnvolle und effiziente Zusammenarbeit bilden wir wertschöpfungsstarke Kooperationen mit internen und externen Partnern. Wir erstellen dadurch marktgerechte Produkte und Angebote, welche die Destination für unsere Gäste individuell erlebbar machen.

Werte: Im Zentrum steht die alpine Echtheit. Dieser Wert verdeutlicht die natürlich und historisch gewachsene Tourismusdestination. Dazu gehören Eckpfeiler wie das Landschaftsbild, das Ortsbild, eine intakte Landwirtschaft, oder gelebte Werte und Traditionen. An diesem Gesamtpaket muss festgehalten werden und dabei aber aufpassen, dass nicht die nachhaltige Weiterentwicklung vernachlässigt wird. Eine grosse Herausforderung. Der Gast und seine Bedürfnisse werden in den Mittelpunkt gestellt. Die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung dabei respektiert. Diskretion und Privacy im Umgang mit unseren Gästen tragen dazu bei, dass man die Zeit im Saanenland naturnah, aktiv und erholungsuchend geniessen kann.

Marke: Die Wort- und Bildmarke Gstaad und ihr Slogan „Come up, slow down“ geniessen weltweit hohes Ansehen. Von diesem Prestigewert wollen und sollen zahlreiche Geschäftsideen profitieren. Aber nur wenn die Kriterien zum Gebrauch der Marke eingehalten werden, kann der Wert der Marke erhalten werden. Auch darauf schaut die neue touristische Destinationsstrategie verstärkt.

Produktlinien: Hier findet der Transformationsprozess zu einem modernen Tourismusmarketing am deutlichsten statt. Das Produkte-Marketing für die Destination erhält ein klar geschärftes Profil. Mit vier strategisch relevanten Produktfeldern soll künftig die Destination in den Zielmärkten vermarktet werden. Das Bergerlebnis „weiss“ beschreibt die Wintersaison. Erlebnisse wie Skifahren, Winterwandern, Langlaufen oder Skitouren gehören hier dazu und sollen zusammen mit den Leistungsträgern weiterentwickelt und professionell vermarktet werden. Dabei sollen aber auch Innovationen wie Fatbiken Platz im Destinationsangebot haben. Das Bergerlebnis „grün“ beschreibt die schneelose Zeit wo der Fokus auf die Entwicklung einer Ganzjahresdestination gelegt wird. Produktgruppen wie Land- bzw. Alpwirtschaft, Genuss, Mountainbike, Rennrad oder Wandern sollen hier nachhaltig erfolgreich gemanagt werden. „Lifestyle/Reputation“ greift die Produktwelt der Events, der Kultur sowie der hochstehenden Hotellerie und Gastronomie auf. Sie steht damit auf den historischen Säulen der Tourismusentwicklung im Saanenland. Dieses Erbe muss gepflegt werden. So sollen bspw. neue, strategiekonforme Events den Tourismus befruchten, insbesondere auch während der Nebensaison.  Die Produktlinie „Touring“ greift einen grossen Trend in der Reiseindustrie auf. Der Gast möchte ein Land, eine Region individuell bereisen. Bereits Schweiz Tourismus hat mit der „Grand Tour of Switzerland“ ein Produkt geschaffen, welches diesen Trend konkret verfolgt. Die Destination Gstaad Saanenland ist denn auch eine der Hauptattraktionen dieser Grand Tour of Switzerland. Weiter soll die Goldenpass-Linie ausgebaut werden, was wiederum bedeutet, dass das Erlebnis „Zugfahren“ noch stärker mit der Destination zusammenspielen muss und wird.

Erlebnisdimensionen: Sie dienen dazu, dem Gast eine Orientierungshilfe zu bieten. Unsere Willkommenskultur soll  jederzeit sicherstellen, dass unsere Gäste persönlich, individuell, nach dem „à la carte“-Ansatz begleitet werden sollen. Wir sind nicht Masse, wir stehen für Qualität und persönliche Ansprache. Wir bieten Plattformen und Netzwerke, wo sich Einheimische und Gäste ungezwungen, getreu nach dem Slogan „come up, slow down“ begegnen und austauschen können.

Nach der feierlichen Unterzeichnung

„Eine Strategie ist nur so gut, wie die Köpfe, die sie dann umsetzen“. Auch dieser Satz ist matchentscheidend und es wird sich künftig weisen, ob wir wirklich alle so gut sind, wie wir immer meinen. Gefordert ist nicht nur der GST, oder unsere neue Gstaad Marketing GmbH, sondern sämtliche Leistungsträger und Anspruchsgruppen im Saanenland. Die neue Strategie bringt nicht automatisch eine Verbesserung, sie ist kein Selbstläufer. Jeder muss den Bierdeckel selber aus dem Schrank holen, den Tisch damit decken und den Gast bewirten. Und wenn dem Gast das Bier nicht schmeckt, dann ist erneut Kreativität und Innovationsgeist gefragt. „Gute Destinationen sind Umsetzungs- und nicht Ankündigungsweltmeister!“ Mit diesem treffenden Zitat von Daniel Fischer, unser externer Begleiter im Prozess, schliesse ich diesen Blogbeitrag und wünsche allen Beteiligten bei der Umsetzung viel Freude und Erfolg!



Donnerstag, 21. Juli 2016

Gstaad, Event-Hauptort der Superlative!

Die Brasilianer haben im Gstaader Sand eindeutige Spuren hinterlassen. Am diesjährigen „Gstaad Major“ präsentierten sie sich in bester Spiellaune und verliessen sowohl in der Damen- wie auch in der Herren-Konkurrenz den Sand als Sieger.

Larissa/Talita triumphieren in Gstaad (Bild: SRF)
 
Vor einer Traumkulisse hinsichtlich Wetter und Zuschauer läutete das Beachvolleyball Major-Turnier den Gstaader Event-Sommer ein. Schon seit Jahrzehnten ist der besagte Event-Sommer ein Garant für Gäste-Frequenzen und demzufolge ein wichtiger Faktor für die touristische Wertschöpfung eines ganzen Jahres.


Das Tennisturnier von Gstaad ist über 100 Jahre alt. Während 66 Jahren kämpften jeweils Männer und Frauen um die begehrten Titel. Seit 33 Jahren nur noch die Männer. Mit den „Ladies Championship Gstaad“ kehrte nun die WTA zurück nach Gstaad und dies auf eindrückliche Art und Weise. „The girls are back in the Alps!“. Eine davon ganz besonders stark und glücklich. Viktorija Golubic kam, sah und siegte. Bravo, wir gratulieren und freuen uns bereits jetzt schon auf die Austragung 2017!

Viktorija Golubic jubelt (Bild: sport.ch)


100 Jahre Lord Yehudi Menuhin und 60 Jahre Gstaad Menuhin Festival. Was für ein Jubiläum! Bereits letzten November habe ich hier an dieser Stelle darüber berichtet. Der Gstaader Traditions-Anlass und mitunter einer der wichtigsten Events  vom Saanenland feiert Geburtstag. Auch hier gratulieren wir von ganzem Herzen und wünschen dem Festival viele weitere, erfolgreiche Jahre. Das Festival ist punkto seiner Länge und der Anzahl seiner Konzerte über mehrere Wochen zwischen Juli und September ein zentraler Dreh- und Angelpunkt im touristischen Leistungsangebot der Destination. Letzte Woche durfte ich am Eröffnungsanlass in der Kirche Saanen teilnehmen und dem Konzert der baskischen Geschwister Labèque beiwohnen. Die grossen Jubiläumsfeierlichkeiten sind dann für den 2.9.2016 vorgesehen.

Volle Konzentration, die Geschwister Labèque (Bild: Anzeiger von Saanen)


Das Gstaad Menuhin Festival ist weiter im Gange, während die Tennis-Herren dem Gstaader Sand nun ihre Aufwartung machen. Mit dem „Swiss Open Gstaad“ läuft zurzeit ein weiterer Event-Knaller, welcher letztes Jahr seinen 100. Geburtstag feiern konnte. Das Wimbledon der Alpen ist nicht nur bei den Fans beliebt, sondern auch die Athleten schätzen die kurzen Distanzen vom Hotel zur Arena, welche sie in der Regel zu Fuss bestreiten.


Im Spätsommer geht es dann Schlag auf Schlag weiter mit dem Hublot Polo Gold Cup sowie der Countrynight Gstaad. Eventmüde sind wir dann noch nicht. Im Gegenteil, diese beiden Top-Events sorgen noch einmal für Hochstimmung im Saanenland.


Ohne das grosse Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Helfer und ohne finanzielle Unterstützung von Sponsoren, Gönnern und der öffentlichen Hand wäre ein solches Event-Feuerwerk undenkbar für eine Bergdestination wie Gstaad Saanenland. Dies wissen die Tourismusverantwortlichen sehr zu schätzen und zollen den Event-Veranstaltern und den –Unterstützern ihren Respekt und ihren Dank. 


Merci beaucoup, you do a great job!

Wer übrigens wissen will, was wann und wo in der Destination los ist, dem empfehle ich den folgenden link. Wir haben ja noch viel mehr zu bieten. Wie bspw. die gestrige Durchfahrt der Tour de France, oder das Sanona-Einweihungsfest. Und und und……….Gstaad, Event-Hauptort der Superlative!

Die Spitzengruppe (in Front Steve Morabito) durchquert Saanen
 


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